Trotz herber Kritik

Ischl setzt bei Schulneubau weiter auf Erdgas

„Wie können wir guten Gewissens die Bevölkerung zur aktiven Mitarbeit an der Klimawende begeistern, wenn die öffentliche Hand so wenig Bereitschaft zu Änderungen zeigt“, ist Ischls Stadtvize Hannes Mathes irritiert, dass für das neue Schulzentrum in Reiterndorf weiter Heizen mit Erdgas geplant ist.

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Fossile Energieträger wie Öl und Gas schaden der Umwelt, haben langfristig ausgedient. Neue Heizungsanlagen sollen daher Kosten sparen, gleichzeitig CO2-neutral sein und darüber hinaus den regionalen Wirtschaftskreislauf fördern.

Zwei Anträge in der Stadtratssitzung
Aber scheinbar nicht so in der Kaiserstadt. Denn trotz kritischer Stimmen über den geplanten Einbau einer Erdgas-Heizung bei einer ersten „Schulzentrums“-Abstimmung beim Budget-Gemeinderat im Dezember zeigte die Ischler Stadtregierung bisher keine Bestrebungen dahingehend, dass man, statt auf die Uralt-Heiztechnologie, auf eine klimaschonende Alternative im Schulzentrum am „Kreuzschwestern-Areal“ setzen möchte. Ein No-Go für „Zukunft Ischl“-Stadtvize Hannes Mathes: „Wir bieten Grünen-Klimastadtrat Martin Schrott an, in den zuständigen Gremien gemeinsam konkrete Schritte zu setzen, um Erdgas dort als Energieversorgung auszuschließen.“ Man bereitet zwei Anträge für die Stadtratssitzung vor: einen, der die Versorgung mit Erdgas und anderen fossilen Energieträgern im neuen Schulzentrum, aber auch anderen Neubauten auf gemeindeeigenen Grundstücken, untersagt - und einen weiteren, der sicherstellt, dass in Ischl die Energiewende auch tatsächlich eingeläutet wird. „Wir müssen raus aus der Abhängigkeit von Öl und Gas, endlich selbst etwas auf die Beine stellen“, will Mathes Taten gesetzt wissen.

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