06.03.2022 06:00 |

Zwei Jahre Pandemie

Wie ein Virus das ganze Land in Atem hält

Vor zwei Jahren wurden die ersten Corona-Infektionen im Burgenland bekannt. Seitdem hält die Pandemie das ganze Land in Atem. Obwohl zum Jahrestag umfangreiche Lockerungen in Kraft traten und der Ukraine-Krieg die Schlagzeilen dominiert, ist ein Ende der Krise nicht in Sicht. Ein Rückblick aus burgenländischer Sicht.
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Am 6. März 2020 war es Gewissheit: Das Burgenland hatte seine ersten Corona-Fälle. Betroffen war eine vierköpfige slowakische Familie, die sich in einem Ferienhaus im Bezirk Neusiedl am See aufhielt. Mitgeteilt wurden die Infektionen vom Koordinationsstab des Landes, der schon am 25. Februar 2020 eingerichtet wurde.

Danach gab es in den folgenden zwei Jahren mehrere Lockdowns und immer wieder schrittweise Öffnungen. Für Aufregung sorgten ab 16. April 2020 die Zutrittsbeschränkungen bei Seebädern am Neusiedler See. Nur Personen, die ihren Wohnsitz im Umkreis von 15 Kilometern hatten, durften anreisen. Vor allem in Wien war Ärger über die von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) verkündete Maßnahme groß – samt Spott in sozialen Medien. Zwei Wochen später war die Sperre vorbei.

Doskozil wurde im. November 2020 selbst positiv getestet. Der Landeschef erholte sich aber rasch. Für Aufregung sorgte zuletzt ein vermeintlich positiver Test von Landtagspräsidentin Verena Dunst (SPÖ). Die Folge: eine heftige Debatte und eine Anzeige der ÖVP.

Die bisherige Bilanz der Pandemie im Burgenland
Bisher gab es 69.863 bestätigte Infektionen, 60.861 Personen sind genesen. 8536 Menschen sind aktuell infiziert – davon 1016 in den vergangenen 24 Stunden. Erstmals geimpft wurde am 27. Dezember 2020 im Pflegezentrum Raiding. Seither sind die Burgenländer Österreichs Impf-Musterschüler. 239.589 Landsleute (rund 81 Prozent) haben zumindest eine Dosis erhalten – nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Impf-Lotterie.

Nicht vergessen werden darf das unermessliche Leid, dass die Pandemie angerichtet hat: 482 Burgenländer verstarben in Zusammenhang mit Covid-19. Hinter jedem/jeder Einzelnen steht ein Schicksal. Zudem ist noch nicht abzusehen, wie viele der Genesenen dauerhaft unter Spätfolgen leiden werden.

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