Corona-Prognose

Wohl mehr Spitalspatienten, Zahlen bleiben hoch

Österreich
02.03.2022 13:12

Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums gehen davon aus, dass die Corona-Zahlen in der Mehrheit der Bundesländer auf einem hohen Niveau bleiben. Der Omikron-Subtyp BA.2 ist mittlerweile österreichweit dominant. Bei den Krankenhäusern dürfte die Entwicklung relativ konstant bleiben, auch wenn die Anzahl der Patienten auf den Normalstationen diese Woche noch ansteigen dürfte. Der Verlauf auf den Intensivstationen sei weiterhin günstig.

Am heutigen Mittwoch benötigten 190 Covid-Patienten ein Intensivbett. Am kommenden Mittwoch werden zwischen 162 und 216 Intensivpatienten erwartet, in zwei Wochen, am 16. März, dann zwischen 146 und 236, wie die Experten in ihrer wöchentlichen Vorschau berichteten. Auf den Normalstationen mussten am Mittwoch 2432 Covid-19-Infizierte versorgt werden. Ihre Zahl dürfte diese Woche weiter zunehmen.

Für den Samstag - jenen Tag, an dem die Corona-Schutzmaßnahmen in Österreich fallen - erwarten die Experten als Konfidenzintervall (der am wahrscheinlichsten geschätzte Mittelwert) zwischen 2181 und 2642 Infizierte auf den Normalstationen. Nächsten Mittwoch werden dann zwischen 2067 und 2724 Patienten prognostiziert. In zwei Wochen, am 16. März, rechnen die Wissenschaftler mit 1840 bis 3010 Spitalspatienten, der bedingt aussagekräftige Punktschätzer liegt dann bei 2353 Patienten und somit bei rund 80 weniger als am heutigen Mittwoch.

BA.2-Welle erreicht in nächsten beiden Wochen Höhepunkt
Das Infektionsgeschehen ist weiterhin durch den Anstieg des Omikron-Subtyps BA.2 getrieben. Nachdem gleichzeitig der Subtyp BA.1 rückläufig ist, kommt es in der Mehrheit der Bundesländer zu einer Plateau-Bildung im Infektionsgeschehen. Sollte sich die Entwicklung so weiter fortsetzten, erwarten die Experten, dass die BA.2-Welle in den nächsten zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichen würde. Die am 5. März geplanten Öffnungsschritte könnten das Erreichen dieses Höhepunkts jedoch nach hinten schieben.

Fast 40.000 Neuinfektionen zweithöchster Wert
Am Mittwoch wurde der bisher zweithöchste Wert an Neuinfektionen registriert, beinahe 40.000 Fälle kamen binnen 24 Stunden hinzu, der Sieben-Tages-Schnitt betrug 27.665. Ähnlich hoch mit 27.000 Neuinfektionen dürften der Sieben-Tages-Schnitt auch in der kommenden Woche bleiben. Die errechnete Schwankungsbreite ist allerdings groß, sie liegt für kommenden Mittwoch zwischen 22.128 und 36.430. Den Punktschätzer gaben die Experten für den 9. März mit 27.608 an.

Für den kommenden Mittwoch wird eine Sieben-Tage-Inzidenz im Bereich von 1700 bis 2900 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet. Die geringste Inzidenz wird in Kärnten (zwischen 1400 und 2200, die höchste in Niederösterreich (zwischen 2100 und 3400) erwartet.

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