15.02.2022 09:25 |

2021 ähnlicher Vorfall

Tödliches Bahndrama in Bayern gibt Rätsel auf

Nach dem tödlichen S-Bahn-Unfall in München ist einen Tag später noch immer unklar, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Anders als zunächst angenommen, soll ein 24-jähriger Fahrgast aus Afghanistan und nicht einer der beiden Zugführer ums Leben gekommen sein. 18 weitere Menschen wurden verletzt, fünf davon schwer. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer erklärte: „Es wird wichtig sein, es wirklich gut zu untersuchen.“ Vergangenes Jahr konnte ein Unfall in der Nähe des aktuellen Schauplatzes gerade noch verhindert werden. 

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Warum krachten die beiden S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn Montagnachmittag ineinander? Nach dem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ist noch immer nicht geklärt, wie es zu dem Drama kommen konnte.

Insgesamt hatten sich 95 Menschen in den Zügen befunden, darunter auch viele Schulkinder, berichtete die „Bild“-Zeitung. Einige konnten sich selbst aus den Waggons befreien, anderen halfen die Retter heraus. Einer der Zugführer musste aus den Trümmern geschnitten werden.

Einsatzkräfte waren die ganze Nacht vor Ort
Die Gleise liegen erhöht auf einem Bahndamm, was die Rettungsarbeiten und die Bergung der verkeilten Züge erschwerte. Das Technische Hilfswerk sei die ganze Nacht vor Ort gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehreinsatzzentrale im Landkreis München am Dienstag. Im Laufe des Tages soll nach Angaben der Deutschen Bahn weiter an der Bergung gearbeitet werden. Die Bahnstrecke ist weiterhin gesperrt, ein Ersatzverkehr eingerichtet.

An dem Einsatz waren bis in die Nacht etwa 680 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk beteiligt. Die Staatsanwaltschaft München I leitet laut Polizei die Ermittlungen zur Unfallursache. Gutachter sollen ihre Arbeit unterstützen.

Crash im August konnte gerade noch verhindert werden
Bereits im August soll es laut „Bild“ beinahe zu einem Crash nahe der aktuellen Unfallstelle gekommen sein. Bei diesem Vorfall hatten es die beiden Lokführer nur knapp geschafft, ihre Garnituren rechtzeitig zu stoppen: Sie blieben nur 150 Meter entfernt voneinander stehen.

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