08.02.2022 15:19 |

Gold für Geisenberger

Rodel-Damen im Blech-Pech! Deutsche jubeln

Österreichs Rodlerinnen haben die Olympia-Medaillen in Yanqing trotz enormer mannschaftlicher Stärke knapp verpasst. Madeleine Egle, Hannah Prock und Lisa Schulte schlossen den Einzelbewerb am Dienstag auf den Plätzen vier bis sechs ab. Zur Olympiasiegerin krönte sich zum dritten Mal in Serie die Deutsche Natalie Geisenberger. Die 34-Jährige setzte sich vor ihrer Landsfrau Anna Berreiter und Tatjana Iwanowa aus Russland durch.

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Egle, als eine der Topfavoritinnen nach China gereist, war am Montag im ersten Lauf gestürzt, rettete sich aber mit Mühe noch auf die Rodel zurück. Die Weltcup-Gesamtzweite startete vom 17. Zwischenrang aus eine Aufholjagd, musste sich am Ende aber mit „Blech“ zufriedengeben. Nach vier Läufen fehlten der 23-Jährigen 0,302 Sekunden auf eine Medaille, 1,355 auf Gold. „Es war ein guter Abschluss“, sagte Egle im ORF. „Es ist einfach Olympia. Ein vierter Platz ist nichts Schlechtes - es ist alles gut, so wie es ist.“

Ihre Tiroler Landsfrauen Schulte und Prock überraschten mit starken Ergebnissen. Prock, die 22-jährige Tochter des zweimaligen Olympia-Zweiten Markus Prock, landete 15 Tausendstelsekunden hinter Egle. Schulte, die auf der schnellen Eisbahn in Yanqing besonders gut zurechtkam, lag weitere 61 Tausendstel zurück.

Eine Aufholjagd startete nach einem Fehler am Montag auch die deutsche Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin Julia Taubitz. Diese endete hinter dem ÖOC-Trio auf Rang sieben. Taubitz, Egle und Co. hielten an der Strecke auch ein Schild mit Genesungswünschen für Yannick Müller in die Kameras. Der Österreicher hatte sich am Vortag bei einem Trainingssturz einen offenen Unterarmbruch zugezogen und versäumt das Doppelsitzer-Rennen am Mittwoch.

Eine Aufholjagd startete nach einem Fehler am Montag auch die deutsche Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin Julia Taubitz. Diese endete hinter dem ÖOC-Trio auf Rang sieben. Taubitz, Egle und Co. hielten an der Strecke zudem ein Schild mit Genesungswünschen für Yannick Müller in die Kameras. Der Österreicher hatte sich am Vortag bei einem Trainingssturz einen offenen Unterarmbruch zugezogen und versäumt das Doppelsitzer-Rennen am Mittwoch. „Hoffentlich freut er sich darüber, es tut uns echt megaleid, dass ihm das passiert ist, es ist total schade“, sagte Schulte.

Cheftrainer Rene Friedl wusste, „da kann man für die Zukunft aufbauen“ und bedauerte etwas den großen Patzer von Egle. „Sie hat sehr gut gekämpft.“ Dass die jungen Frauen Prock und Schulte bei ihrem Debüt unter die Top sechs fahren, zeige, dass man tolles Potenzial habe. „Da können wir wirklich in die Zukunft schauen. Da werden wir viel Freude haben.“

Die österreichische Rodel-Mannschaft darf zudem in der Team-Staffel noch auf eine Medaille hoffen. Ihre Sammlung bereits vergrößert hat Geisenberger. Die Bayerin, seit Pyeongchang 2018 Mutter geworden, holte inklusive zweier Staffel-Titel bereits ihr fünftes Olympia-Gold. Vor ihrem Gold-Hattrick 2014, 2018 und 2022 hatte sie zudem 2010 in Vancouver im Einzel bereits Bronze eingefahren.

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