79.779 Anfragen in OÖ

Teuerungen und Online-Betrug plagen Konsumenten

Das zweite Pandemiejahr brachte auch für die Konsumenten kaum Beruhigung. 79.779 wandten sie sich mit ihren Fragen und Problemen im vergangenen Jahr an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich. Online-Geschäfte, Freizeit-Verträge und Internet-Betrügereien prägten das Jahr 2021. Dazu kamen enorme Preissteigerungen bei Energie und Bau sowie massive Schäden durch starke Unwetter. Durch Info und Klagen wurden 14 Millionen Euro erspart.

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63.335 Mal erteilten die Experten telefonisch Auskunft, 15.402 E-Mails und 210 Briefe wurden geschrieben und 832 Mal wandten sich Konsumenten persönlich an den Konsumentenschutz der AK. Das Online-Angebot wurde im Vorjahr noch stärker genutzt als in den Vorjahren: Mehr als 662.000 Mal klickten User auf die Konsumentenschutz-Seiten, mehr als 90.000 Mal nutzten Konsumenten die bereitgestellten Musterbriefe. Der Konsumentenschutz leistete daneben auch 2021 mit 25 Tests wieder einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung und ermöglichte mit 24 Preisvergleichen, Geld zu sparen. „In Zeiten einer hohen Inflation gewinnt der Konsumentenschutz an doppelter Bedeutung. Er sorgt dafür, dass die Menschen nicht um die Qualität des Einkaufs gebracht werden und dass der inflationsbedingten Preistreiberei Einhalt geboten wird“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

Beherbergungsverbot, aber kein Geld retour
Dauerbrenner wie jedes Jahr: Reisestornos. Als besonders ärgerlich erwiesen sich die langen Wartezeiten bei der Anfragebearbeitung bei den Reiseveranstaltern. Rückerstattungen erfolgten oft monatelang nicht. Viele Hotels weigerten sich trotz Beherbergungsverbots, bereits beglichene Beträge zu refundieren. Die AK unterstützt Oberösterreicherseit April 2020 bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche bei Flügen. Seitdem nutzten 1310 Konsumenten das Angebot. Davon haben im Vorjahr 713 ihr Geld - insgesamt 566.000 Euro - zurückbekommen.

Zu gut, um wahr zu sein
„Viele Probleme gab es im Vorjahr mit Online- und SMS-Betrug. So wurden etwa Fake-Nachrichten verschickt mit Infos, dass bestellte Waren am Zoll hängengeblieben seien und die Betroffenen deswegen einem Link zu weiteren Informationen folgen sollen. Dahinter verbirgt sich aber Schad-Software, die sensible Daten und Geld entlockt. Wichtig ist, dass man solche Nachrichten nicht öffnet“, sagt die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Oberösterreich,
Ulrike Weiß. Große Schäden entstanden durch Phishing-Attacken und Krypto-Investments. Viele Konsumenten wandten sich an die AK, weil sie über betrügerische Online-Plattformen in Kryptowährungen investierten. Oft liefen ihre Investments zu Beginn gut, doch als sie sich den Gewinn auszahlen und das Konto schließen wollten, war der Zugriff nicht mehr möglich und seitens der Anbieter niemand mehr erreichbar.

Von
Krone Oberösterreich
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