07.01.2022 21:45 |

Urteilsspruch in USA

Schwarzer Jogger getötet: Lebenslang für Trio

Knapp zwei Jahre nach den tödlichen Schüssen auf den schwarzen Jogger Ahmaud Arbery im US-Bundesstaat Georgia haben der Mörder und seine Mittäter nun eine lebenslange Haftstrafe ausgefasst. Bei zwei der Verurteilten schloss der Richter eine vorzeitige Haftentlassung aus.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Arberys Mutter Wanda Cooper-Jones bat den Richter bei der Verhandlung am Freitag um die Höchststrafe für alle drei Verurteilten, nämlich lebenslange Haft ohne die Möglichkeit der Bewährung. „Diese Männer verdienen die maximale Strafe für ihre Verbrechen“, sagte Cooper-Jones. Der Vater des Opfers, Marcus Arbery, sagte: „Ich bete, dass niemand in diesem Gerichtssaal jemals tun muss, was wir tun mussten: Ihr Kind begraben.“

Richter: „Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, ist gefährlich“
Richter Walmsley sagte mit Blick auf Ahmaud Arbery: „Er wurde getötet, weil Personen hier in diesem Gerichtssaal das Gesetz in die eigenen Hände nahmen. (...) Das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, ist ein gefährliches Unterfangen.“

Der 25-jährige Ahmaud Arbery war im Februar 2020 in dem südlichen Bundesstaat beim Joggen erschossen worden. Es wurde aber zunächst niemand festgenommen. Die Ermittlungen kamen erst richtig in Gang, als der Fall im Frühjahr durch ein verstörendes Handy-Video von der Tat, das von einem der Täter gefilmt worden war, national und internationale Aufmerksamkeit erlangte.

Angeklagte sprachen von Notwehr
Die Angeklagten behaupteten vor Gericht, in Notwehr gehandelt zu haben. Sie hätten nach einem Einbruch „eine verdächtige Person“ stellen wollen. Dabei sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der dann letztendlich die tödlichen Schüsse gefallen seien.

Wenig später - am 25. Mai 2020 - wurde der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota getötet. Danach kam es über Monate hinweg zu Protesten gegen Rassismus und auch gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA. Die beiden Fälle wurden zu einem Auslöser der Black-Lives-Matter-Proteste, die die USA inmitten des Präsidentschaftswahlkampfes in Atem hielten.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).