Am Linzer Hauptplatz

Lichtermeer für die Opfer der Pandemie

Corona treibt auch im neuen Jahr die Menschen auf die Straße. Neben den lautstarken, teils aggressiven Maßnahmen-Gegnern formieren sich immer öfter jene, die still und friedlich der Opfer der Pandemie gedenken und Solidarität mit dem Gesundheitspersonal bekunden. Mehr als 2500 Menschen waren es am Sonntag in Linz. Es blieb dabei großteils ruhig, die Polizei holte aber auch drei Ordnungsstörer aus der Menge.

Um 17.30 Uhr versammelte sich die Menschenmenge am Hauptplatz. Transparente, Trillerpfeifen oder Megaphone gab es nicht. Stattdessen hielten die Kundgebungsteilnehmer um 18 Uhr entzündete Kerzen beziehungsweise leuchtende Handys in die Höhe. Und dann: drei Minuten lang Stille.

Unpolitische Veranstaltung
Unter dem Motto „Yes, we care Linz“ wurde so der inzwischen mehr als 13.000 Covid-19-Opfer in Österreich und ihrer Angehörigen gedacht. Organisiert wurde die Kundgebung von Barbara Mitterndorfer-Ehrenfellner und Beatrice Keplinger, die betonen, damit auch Solidarität mit dem Gesundheitspersonal bekunden zu wollen: „Es handelt sich um eine Kundgebung aus der Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft.“ Politische Parteien, NGOs oder andere Interessensvertretungen stünden nicht dahinter.

Elf Festnahmen zu Silvester
Auch die Maßnahmengegner demonstrierten, wie angekündigt, zu Silvester in Linz. Dabei gingen Teilnehmer auf Polizisten los. Ein Beamter wurde verletzt, war kurzzeitig bewusstlos und musste ins Krankenhaus. Bilanz der Exekutive: elf Festnahmen - mehr als die Hälfte aber von Gegendemonstranten -, 46 Anzeigen.

Christian Ortner
Christian Ortner
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Dienstag, 18. Jänner 2022
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