18.12.2021 14:15 |

Offener Ärzte-Brief

ÖGK-Chef: Keine Folgen für kritische Kassenärzte

Die Kassenärzte, die den impfkritischen Brief an die Ärztekammer unterzeichnet haben, dürfen ihren Vertrag mit der Gesundheitskasse behalten – vorerst. Bei anderen Salzburger Medizinern hatte die Impfkritik dagegen schwerwiegendere Folgen.

In der Debatte rund um den impfkritischen Brief von 199 Medizinern (die „Krone“ hat berichtet) an die Ärztekammer hat sich nun auch der Präsident der Österreichischen Gesundheitskasse, Andreas Huss, zu Wort gemeldet – schließlich stehen auch ein paar Kassenärzte auf der Unterschriftenliste.

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Bei uns herrscht grundsätzlich freie Meinungsäußerung, also darf sich auch ein Kassenarzt impfkritisch äußern.

Andreas Huss, ÖGK-Obmann

„Bei uns herrscht grundsätzlich freie Meinungsäußerung, also darf sich auch ein Kassenarzt impfkritisch äußern“, sagt er. Was er jedoch im gleichen Atemzug klarstellt: Wenn impfkritische Ärzte jedoch ihren Patienten aktiv von der Impfung abraten oder sich gar weigern sollten, sie zu impfen, dann sei das auf jeden Fall ein Grund, den Vertrag zu kündigen. „Das wäre dann kein Handeln nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, sagt er.

SALK-Chef ist „nicht glücklich“ über Mitarbeiter
„Nicht glücklich“ ist auch Paul Sungler, Geschäftsführer der Landeskliniken, über die Beteiligung zweier Anästhesisten, da es sich aber um Meinung handle, gäbe es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen.

Für drei beteiligte Schulärzte hatte die öffentliche Impfkritik hingegen bereits Folgen – sie wurden von Bildungsdirektor Rudolf Mair dienstfrei gestellt.

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