Für mehr Impfungen

Firmen bauen auf Prämien, Lotterien und Vernunft

Wenn schon Gespräche nichts helfen, soll eine Prämie dafür sorgen, sich impfen zu lassen! Mit dem Ausloben von 750 Euro für jeden Mitarbeiter will die Pierer Mobility AG die Zahl der geimpften Beschäftigten nach oben schrauben. Andere Betriebe in Oberösterreich setzen als Motivation auf Lotterien, manche rein auf die Vernunft.

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Wer bis zum 15. Jänner 2022 zumindest einmal gegen Corona geimpft ist und auch schon den Termin für die zweite Impfung vereinbart hat, hat Anspruch auf die Impfprämie, die die Pierer Mobility AG ausgelobt hat. Der Motorradhersteller, zu dem Marken wie KTM und Husqvarna gehören, will mit diesem „Zuckerl“ vor allem im Bereich der Arbeiter den Impfturbo zünden. Ob’s die erhoffte Wirkung bei den Innviertlern hat? „Es geht in die richtige Richtung“, betont Vorstand Viktor Sigl im Gespräch mit der „Krone“.

Geld als Belohnung fürs Impfen - mit diesem Modell steht die Pierer Mobility AG unter Oberösterreichs Leitbetrieben eher allein auf weiter Flur. Ob Voestalpine, Rosenbauer, BMW Steyr, Greiner, Energie AG oder Linz AG - sie alle winken ab, wenn es um das Angebot einer Impfprämie geht.

iPhones wurden verlost
Ganz untätig bleiben die Unternehmen allerdings nicht. So motivierte Flugzeugzulieferer FACC seine Beschäftigten zum Stich, indem eine Verlosung von iPhones ausgelobt wurde. Als Bedingung für das Abhalten der Lotterie wurde das Erreichen der Immunisierungsmarke von 80 Prozent festgelegt. Diese Quote erreichten die Innviertler Ende November. Auch bei der AMAG wird das Glücksspiel modern: Unter den Beschäftigten, die bis zum 31. Oktober vollimmunisiert gegen Corona waren, wurden zehn iPhone 13 Pro verlost. „Weitere Aktionen haben wir nicht geplant“, sagt Leopold Pöcksteiner, Sprecher des Aluerzeugers aus Ranshofen.

Von einer Prämie sah Andreas Fill bei dem von ihm geführten Anlagenbauer in Gurten ab. „Wir setzen weiter auf die Vernunft unserer Mitarbeiter beziehungsweise überlassen es den Gesetzgebern, entsprechend zu handeln“, betont der Unternehmer. Am Freitag gibt’s bei Fill wieder eine Impfstraße, die von bis zu 300 Mitarbeitern in Anspruch genommen wird. Strasser-Steine-Chef Johannes Artmayr stellt ein kostenloses PCR-Testangebot zur Verfügung.

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