12.12.2021 06:00 |

Austro-Shootingstar

Valerie Huber: „Bin für die monogame Beziehung“

Valerie Huber: Die gebürtige Wienerin startet als Schauspielerin so richtig durch und ist in aller Munde. Auch Netflix ist in die 25-Jährige verliebt und gab ihr die Hauptrolle in „Kitz“.

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„Krone“: Sie spielen in der Netflix-Serie „Kitz“, die ab 30. Dezember 2021 ausgestrahlt wird, eine knallharte Influencerin, die für ihr Image und Partys lebt. Für welche Dinge sollten sich Influencer denn vorrangig einsetzen?
Valerie Huber: Natürlich gibt es auch einige Influencerinnen, die sich für essenzielle Themen wie soziale Ungerechtigkeit, Politik und Umwelt einsetzen. Das unterstütze ich sehr, bitte mehr davon! Leider beschäftigt sich die Mehrzahl aber eher mit rein oberflächlichen Themen. Dies ist eine höchst problematische Entwicklung.

Welche Vorsicht sollte man in Sachen soziale Medien walten lassen?
Die sozialen Medien haben ein großes Suchtpotenzial - ich bin da natürlich auch betroffen. Wir müssten es schaffen, weniger in dieser virtuellen Welt zu leben und mehr im Hier und Jetzt. Sonst zieht unser Leben, das kostbarste, was wir haben, ja an uns vorbei!

Was war für Sie besonders wichtig bei Ihrer Rolle in der sechsteiligen Serie „Kitz“?
Die Entwicklung meiner Figur. Es ist schön, viele Facetten zeigen zu können und den Zerfall der so perfekten Fassade Stück für Stück zu verkörpern. Hinter der toughen jungen Frau steckte nämlich ein fragiles, verletztes Mädchen. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt!

Sie sind ausgebildete Skilehrerin und durften sich während der Dreharbeiten in Kitzbühel auf der Piste austoben. Gab es am Set auch Anfragen für Skiunterricht?
Nein, gab es nicht (lacht). Eigentlich darf man aus versicherungstechnischen Gründen als Darsteller während des Drehs keine gefährliche Sportart ausüben. Und Skifahren wird als solche gesehen. Da ich aber eine Ausbildung als Skilehrerin habe, durfte ich ein paar Schwünge machen. Das hat natürlich Spaß gemacht.

In der sechsteiligen Serie wird das Jetset-Leben unter die Lupe genommen. Dabei sind auch einige Klischees über deutsche Urlauber in Kitzbühel verarbeitet. Für wie realistisch halten Sie diese?
Natürlich fällt einem in Kitzbühel eine gewisse Diskrepanz zwischen reichen Münchnern und Wienern und den Einheimischen auf. Ich erachte es als großes Problem, dass sich viele Einheimische das Leben und vor allem das Wohnen in Kitz gar nicht mehr leisten können. Das ist eine sehr schlechte Entwicklung und sollte reguliert werden.

Aus Ihrer Sicht ist die Serie atypisch für den deutschsprachigen Raum und eher amerikanisch angehaucht. Ist das der Grund, dass sie international ein Volltreffer werden könnte?
Wir hoffen es natürlich! Man hat das ja schon bei Serien wie „Gossip Girl“ gesehen. Den Leuten gefällt es, diese Luxuswelt, in der sie selbst nicht leben, von außerhalb zu betrachten. Diese oberflächliche Glamourwelt wird im deutschsprachigen Raum nicht so oft gezeigt. „Kitz“ ist etwas Neues, deshalb war es für mich als Schauspielerin auch so schön, dabei zu sein.

In der Serie geht es auch um eine Dreiecksbeziehung. Was würden Sie in einer Partnerschaft niemals zulassen?
Ich bin schon eher der Verfechter einer monogamen Beziehung. Wenn man in eine Beziehung investiert und den Partner so gern hat, dass man über viele Jahre zusammenbleibt, dann schafft man es auch. So wie es viele unserer Eltern vorgelebt haben. Durch unsere aktuelle Wegwerfgesellschaft hat es meine Generation auf gewisse Weise verlernt, sich auf Menschen einzulassen. Es könnte ja jederzeit etwas Besseres um die Ecke kommen.

Sie spielten auch eine der Hauptrollen im Kinofilm „Klammer - Chasing the Line“. Auch hier wurde hauptsächlich in Tirol gedreht. Wie haben Sie die Drehs in diesem Bundesland erlebt?
Ich hatte den schönsten Winter aller Zeiten. Die Dreharbeiten gingen nach „Kitz“ nahtlos zu „Klammer“ über, und es war toll, vier Monate lang im Schnee und in dieser Traumlandschaft zu drehen. Auch Kitzbühel ist ein wunderschöner Ort, in dem man sich gleich wohlfühlt und den ich auch gleich mochte. Darum werde ich definitiv wieder hinfahren.

Welche Rolle würden Sie noch gerne spielen?
Oh, da gibt es viele! (lacht) Ich würde gerne eine historische, starke Frau verkörpern. Es ist mir auch wichtig, künftig in kritischen, tiefgründigen Projekten, die zum Nachdenken anregen, mitzuspielen.

Norman Schenz
Norman Schenz
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