Internet-Gaunereien

Frecher Betrug mit falscher Website der Post

Im Lockdown ist für Internet-Betrüger aktuell Hochsaison. LKA-Chefinspektor Gerald Sakoparnig geht von einer Vielzahl an Betrugsversuchen aus - etwa durch den Einsatz von Fake-Shops und Phishing-Attacken. In den vergangenen Wochen wurden vermehrt auch Anzeigen im Zusammenhang mit einer falschen Post-Website registriert: „Die Gauner sind extrem kreativ und wendig.“

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Aufgrund der massiv eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten im stationären Handel weichen Kaufwillige und Verkäufer zu Lockdown-Zeiten verstärkt ins Internet aus. „Dabei bitte den Hausverstand nicht ausschalten, sich für jedes Online-Geschäft genügend Zeit nehmen und misstrauisch bleiben, denn Betrüger agieren an allen Ecken und Enden“, rät Gerald Sakoparnig, Chef des Betrugsdezernats im Landeskriminalamt.

Postkuriere gibt es nicht
In jüngster Zeit gab es beispielsweise vermehrt Anzeigen wegen gefälschter Post-Seiten. Auf Online-Marktplätzen (Willhaben, Ebay, etc.) täuschten Gauner zunächst Kaufinteresse vor und behaupteten, die Ware aus „Sicherheitsgründen“ nicht abzuholen, sondern sich per „Postkurier“ liefern zu lassen. „Ein solches Service bietet unsere Post aber gar nicht an“, warnt der Chefinspektor.

Vorauszahlung des Transports
In weiterer Folge wurden Links zu falschen Websites (postservice-delivery.info oder post-service.online) verschickt und die Verkäufer aufgefordert, ihre persönlichen Daten für eine Vorauszahlung der Kurierkosten bekannt zu geben. „Eine Grundregel lautet, dass man als Verkäufer nichts bezahlt. Ist das anders, bitte sofort Finger weg“, warnt Sakoparnig.

Für immer verloren
Die Betrüger versprachen den Verkäufern eine Rückzahlung der Auslagen gemeinsam mit dem Artikelpreis nach Erhalt der Ware. Via Push-TAN-SMS wurde der finanzielle Transfer abgewickelt. Sakoparnig: „Das Geld ist in den meisten Fällen dann leider für immer verloren – und landet irgendwo im Ausland!“

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