Mi, 22. August 2018

4:5 gegen die Flyers

17.04.2011 08:44

Buffalo verliert trotz Vanek-Doppelpack in Philadelphia

Das zweite Österreicher-Duell im Play-off der NHL hat am Samstag zwei enttäuschte Österreicher gebracht. Der Steirer Thomas Vanek konnte sich in seinem 500. NHL-Spiel über zwei Treffer nicht freuen, weil die Buffalo Sabres dennoch verloren. Andreas Nödl gelang mit den Philadelphia Flyers zwar ein 5:4-Sieg, der in der "best of seven"-Serie den 1:1-Gleichstand brachte, der Stürmer musste allerdings mit einer Verletzung vorzeitig vom Eis.

Ob oder wie lange Nödl ausfällt, konnte sein Klub vorerst nicht sagen. Wie im Play-off üblich, gaben die Flyers zudem weder die Art noch den Grad der Verletzung bekannt. Nur so viel: Der 24-Jährige zog sich eine Verletzung am Oberkörper zu und wird als "day to day" eingestuft, seine Fitness wird also täglich überprüft. Daher war vorerst auch offen, ob Nödl die Reise nach Buffalo mitmacht, wo die Serie mit zwei Spielen am Montag und Mittwoch fortgesetzt wird. "Wir sprechen nicht über die Aufstellung oder Verletzungen", betonte Flyers-Coach Peter Laviolette.

Wenig Eiszeit für Nödl
Nödl hatte schon vor seiner Verletzung wenig Eiszeit. Denn in dem wahren Play-off-Fight waren die Strafbänke oft besetzt, die Special Teams für Powerplay und Unterzahl waren dort und da gefragt. Der gebürtige Wiener gehört keiner der beiden Einheiten an, Vanek natürlich schon. Und der 27-Jährige nützte seine Chancen. Zweimal war der beste Torjäger der Sabres im Powerplay zur Stelle. In der 7. Minute traf er zum 1:1, drei Minuten später drückte er den Puck an Torhüter Sergej Bobrowsky zum 2:2 vorbei ins Tor.

"Wir haben im ersten Drittel das Powerplay gut gespielt, die Scheibe zum Tor gebracht und mir damit Chancen gegeben", erklärte Vanek. Andrej Sekera brachte Buffalo sogar in Führung (13.), doch James van Riemsdyk schlug postwendend zurück (14.). Im Mitteldrittel entschieden die Flyers durch Ville Leino (34./PP) und den ehemaligen Buffalo-Kapitän Daniel Briere (36.) das Spiel.

Flyers profitierten von Strafen der Sabres
Philadelphia profitierte dabei von vielen Strafen der Sabres, auch wenn das Unterzahl-Spiel der Gäste gut war. In den ersten zwei Abschnitten spielte Buffalo über ein Drittel der Zeit in Unterzahl, obwohl die Mannschaft von Trainer Lindy Ruff eigentlich weniger Fouls als in Spiel eins begehen wollte. "Im ersten Drittel gab es Strafen dort und da, aber im zweiten Drittel haben wir zu viele Strafen genommen. Einige Strafen waren sicher dumm. Die Disziplin muss besser sein und wir müssen ein bisschen gescheiter und vorsichtiger sein. Wir wissen, dass sie eine quirlige Mannschaft sind", ärgerte sich Vanek.

Die Schlussoffensive der Sabres nach dem Anschlusstreffer von Cody McCormick (47.) brachte nichts mehr ein. "Beide Mannschaften spielen gut, wir hatten heute trotzdem die Chance, zu gewinnen. Leider haben wir das fünfte Tor nicht gemacht", meinte Vanek. Die Sabres scheiterten vor allem an Torhüter Brian Boucher, der Bobrowsky nach dessen drittem Gegentor in der 13. Minute abgelöst hatte.

Also geht es mit einem 1:1 zurück nach Buffalo. "Hätte uns das vorher wer gesagt, hätten wir es auf jeden Fall genommen. Aber jetzt tut es weh, weil wir uns vorgenommen haben, auch das zweite Spiel zu gewinnen", sagte Vanek, der für den angepeilten Aufstieg dennoch sehr zuversichtlich ist: "Wir wissen, dass sie auswärts auch ganz gut spielen, aber die Chancen stehen gut."

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