04.12.2021 19:05 |

Formel 1 in Jeddah

Verstappen-Drama! Hamilton holt die Saudi-Pole

Lewis Hamilton nimmt den vorletzten WM-Lauf der Formel 1 aus der Pole-Position in Angriff. Der Weltmeister profitierte am Samstag in der Qualifikation für den Grand Prix von Saudi-Arabien von einem späten Fehler Max Verstappens, der mit seinem Red Bull auf dem Weg zur klaren Bestzeit in der letzten Kurve gegen die Mauer krachte. WM-Leader Verstappen startet damit als Dritter. Neben Hamilton in Reihe eins steht Valtteri Bottas im zweiten Mercedes.

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Die Startposition auf dem nagelneuen und superschnellen Stadtkurs in Jeddah ist enorm wichtig. Verstappen schockte Mercedes zunächst mit einer klaren Bestzeit im ersten Versuch des dritten und letzten Qualifikations-Abschnittes vor Bottas und Hamilton. Dann aber schlug der vor dem vorletzten WM-Lauf acht Punkte hinter Verstappen liegende Hamilton mit einer Fabelrunde zurück, die Verstappen dann mit Sicherheit aber nochmals getoppt hätte.

Kurz war am Samstag die Sorge aufgekommen, dass die Renn-Stewards schon wieder mit Strafen und Rückversetzungen in den ohnehin schon engen WM-Kampf eingreifen würden. Der englische Titelverteidiger Hamilton hatte seine diesbezügliche Schreckekunde schon im Abschlusstraining, nach dem er für gleich zwei angebliche Vergehen vorgeladen wurde. Von der Missachtung einer doppelt geschwenkten gelben Flagge wurde Hamilton aber freigesprochen, weil diese „versehentlich und für weniger als eine Sekunde“ aktiviert worden war.

Wegen des Vorwurfs unnötigen Langsamfahrens erhielt das Mercedes-Team eine Geldstrafe von 25.000 Dollar, weil es das bereits zweite derartige Vergehen war. Die Situation im von Verstappen gewonnenen FP3 war durchaus brenzlig gewesen, weil der heranbrausende Haas-Pilot Nikita Masepin dabei in Kurve acht das Hamilton-Auto nur knapp verfehlt hatte.

Hier das Ergebnis

Die Planung des nagelneuen Jeddah Corniche Circuit hatte erst im Dezember vor einem Jahr begonnen. Ab April wurde von 2.000 Arbeitern am schnellsten Stadtkurs der Formel 1 gebaut und dieser letztlich in nur sieben Monaten fertiggestellt. Hochhäuser wurden dabei teilweise in nur 70 Tagen errichtet.

Der deutsche Streckenarchitekt Hermann Tilke warnte im ServusTV angesichts der Streckenbarrieren und der hohen Geschwindigkeiten: „Die Fahrer müssen hier sehr konzentriert sein. Einen Fehler verzeiht die Strecke nicht.“

krone Sport
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