Erste Lockdown-Woche

Erst 400 Betriebe stellten Kurzarbeits-Antrag

Wie verdaut der Arbeitsmarkt die nächste Vollbremsung in Form eines Lockdown? Mit Sorge verfolgt Gerhard Straßer die Entwicklung der letzten Tage. „Dauert die aktuelle Phase länger, wird sie sich stark auf den Jobmarkt auswirken“, ist der Chef des Arbeitsmarktservice Oberösterreich sicher.

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Volle Lager, gegenüber den Online-Giganten stark benachteiligt - das sind zwei Dinge, die den Betreibern von Einzelhandels-Geschäften derzeit große Sorgen bereiten. Rechnungen müssen bezahlt werden, nach außen soll die Zuversicht gewahrt werden, auch mit den Mitarbeitern ist Kommunikation wichtiger als sonst, um einen praktikablen Weg für die nächste Zeit einzuschlagen. Und der heißt für viele: Kurzarbeit!

400 Betriebe stellten in den ersten Lockdown-Tagen beim Arbeitsmarktservice Oberösterreich bereits einen Antrag. „Wir rechnen insgesamt mit 4000 bis 5000 Unternehmen, die Kurzarbeit beanspruchen werden“, sagt Gerhard Straßer, Landesgeschäftsführer des AMS. Mehr als 50.000 Beschäftigte dürften in den nächsten Wochen von der Maßnahme betroffen sein.

Ansturm nächste Woche
Straßer geht davon aus, dass viele Anträge in der kommenden Woche eintrudeln werden - ein rückwirkender Antrag ist ja möglich. Außerdem dürfte bei einigen Firmen zuerst noch der Abbau von Urlauben und Überstunden an der Tagesordnung stehen, ehe die Kurzarbeit beginnt.

Die Arbeitslosenzahlen stiegen in den letzten Tagen nur unmerklich. Probleme sieht Straßer hier aber, falls der Lockdown länger dauern sollte. „Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit würde ins Stoppen geraten.“ 

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