Letztes Fußballfest vor dem Lockdown - Rapid verliert allein gegen West Ham eine Million Euro Umsatz. Die Bundesliga hofft auf „finanzielle Unterstützung für die Klubs“. Salzburg verzichtet wieder auf Hilfsfonds.
Über 13.000 Tickets sind in Hütteldorf für heute gegen Altach weg, die Ultras beenden ihren Boykott - doch statt Vorfreude auf ein Fußballfest regiert auch bei Rapid mehr ein „Abschiedsschmerz“.
Am Montag tritt der Lockdown in Kraft, damit kehren auch die „Geister“ in Österreichs Stadien zurück. Fußball ja, aber für die Fans nur noch im TV. „Emotional schmerzhaft, aber rational wissen wir, dass die Gesundheit der Menschen im Vordergrund steht“, sagt Rapids Geschäftsführer Peschek. So fällt Grün-Weiß um zwei „Highlights“ um, der ausverkaufte Hit gegen West Ham in der Europa League. Und das Heim-Derby gegen die Austria.
Liga-Vorstand Ebenbauer spricht die „finanziellen Herausforderungen für die Klubs“ an, hofft auf die „notwendige Unterstützung für die Klubs“ seitens der Ministerien. Der Sportligen-Fonds für entfallene Einnahmen soll wieder in Kraft treten.
Der galt letztes Jahr aber „nur“ für den nationalen Bewerb, würde Rapid den West-Ham-Verlust (eine Million Euro Umsatz) nicht ersetzen. Peschek: „Da hoffen wir auf eine Änderung. Wir sind ein verlässlicher Partner im Kampf gegen die Pandemie.“
Begrenzte Ressourcen
Auch Salzburg blühen jetzt drei Geister-Heimspiele samt dem Sevilla-Kracher, ein Umsatzverlust von bis zu drei Millionen Euro. Dennoch wird der Meister wie letztes Jahr nicht auf Hilfsfonds zurückgreifen - Geschäftsführer Reiter: „Um anderen Klubs nicht die ohnehin begrenzten Ressourcen zu nehmen.“
Der emotionale Verlust wiegt schwer genug. An diesem Wochenende herrscht letztmals Stimmung ...
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