31.10.2021 08:07 |

Kamerafrau getötet

Baldwin stellte sich erstmals Reporterfragen

Erstmals nach dem tödlichen Zwischenfall bei Dreharbeiten im US-Staat New Mexico hat sich Hollywood-Star Alec Baldwin öffentlich Reportern gestellt und Fragen beantwortet. „Sie war meine Freundin. An dem Tag, an dem ich in Santa Fe ankam, um mit den Dreharbeiten zu beginnen, habe ich sie mit Joel, dem Regisseur, zum Abendessen eingeladen“, sagte Baldwin über die Kamerafrau Halyna Hutchins, die er in der Vorwoche versehentlich erschossen hatte.

Das Boulevardportal „TMZ“ veröffentlichte ein Video von der Stellungnahme. Baldwin zeigte sich „sehr interessiert“ an der Kampagne zur Beschränkung von Waffen an Filmsets. Zu den laufenden Ermittlungen dürfe er sich aber nicht äußern. In dem Video sind Baldwin und seiner Frau Hilaria Anspannung und auch Wut auf die Paparazzi anzumerken. Der Schauspieler kritisierte sie dafür, ihm und seiner Familie zu folgen, seine Kinder säßen im Auto und weinten deshalb. Beide Eheleute baten eindringlich darum, die Privatsphäre ihrer Familie zu achten.

Regieassistent räumt Fehler bei Waffen-Check ein
Baldwin (63), der die Hauptrolle in dem Western „Rust“ spielt, hatte eine Waffe bei der Probe für eine Szene abgefeuert. Laut einem Polizeibericht hatte der Regieassistent Dave Halls dem Schauspieler bei der Übergabe der Pistole gesagt, dass es sich um eine „kalte Waffe“ ohne Munition handle. Der Assistent habe nach eigener Aussage nicht gewusst, dass auch scharfe Munition in der Waffe steckte. Er gab aber gegenüber der Polizei zu, nicht alle Kugeln in der Waffe überprüft zu haben.

Halls sei 2019 wegen eines ähnlichen Vorfalls bei einem Film entlassen worden, berichteten zahlreiche US-Medien. Bei dem Dreh zu „Freedom‘s Path“ sei damals ein Tontechnik-Mitarbeiter leicht verletzt worden, nachdem unerwartet eine Requisitenwaffe losgegangen sei, hieß es unter Berufung auf die Produktionsfirma des Films.

Waffenmeisterin weist Vorwürfe zurück
Kritik wurde nach Medienberichten auch an der 24 Jahre alten Waffenmeisterin laut, die für die ordnungsgemäße Handhabung aller Waffen am Set zuständig war. „Rust“ war erst der zweite Film, an dem sie in dieser Funktion beteiligt war. Medienberichte, wonach Mitglieder der Filmcrew nur Stunden vor dem tödlichen Vorfall mit Requisitenwaffen und scharfer Munition Schießübungen auf Dosen gemacht hätten, wies Hannah Gutierrez-Reed über ihre Anwälte zurück. Sie habe die Waffen „jeden Abend und in der Mittagspause unter Verschluss gehalten“. Es sei völlig auszuschließen, „dass auch nur eine einzige von ihnen unauffindbar war oder von Crewmitgliedern abgefeuert wurde“.

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