21.10.2021 16:00 |

Genuss ohne Bedenken

Die 7 Top-Adressen für die besten Gansln

Herbstzeit ist Ganslzeit! Die „Krone“ gibt Tipps, worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten, und verrät die besten Adressen in Wien für einen kulinarischen Hochgenuss ohne Bedenken.

Das herbstliche Martinigansl-Essen ist ein traditionelles Brauchtum in Österreich. Was die Gans mit dem Heiligen Martin zu tun hat, dazu gibt es widersprüchliche Legenden. Tatsache ist: Die Gans war früher die Währung der armen Leute. Der Martinitag am 11. November galt einst als Zahltag für die Saisonarbeiter, da die Erntezeit vorüber war. Die Knechte erhielten ihren Lohn und als Draufgabe eine Gans. Ein gemeinsames Festmahl wurde veranstaltet.

Der alljährliche Sturm aufs Gansl hat jedenfalls wieder begonnen. Österreichweit werden dieser Tage etwa 400.000 Gänse verspeist. Wer seinen traditionellen Braten mit gutem Gewissen genießen möchte, sollte sich auf jeden Fall für Gänse aus heimischen Betrieben und tiergerechter Haltung entscheiden.

Die Top-Adressen fürs gute Gansl


Tierschutz schmeckt besser

Ein weiterer wichtiger Grund für eine heimische Weidegans: Sie schmeckt besser. Gänse mit Auslauf haben dunkleres, fettärmeres Fleisch, zeichnen sich durch niedrigen Bratverlust aus und gelten daher als geschmackvoller. Achten Sie beim Einkauf im Supermarkt auf die Etikette. Denn leider wird ein Großteil der Gänse immer noch aus Ländern mit niedrigen Tierschutzstandards importiert. Im Restaurant gilt: Fragen Sie nach der Herkunft des Geflügels auf Ihrem Teller!

„Unsere Bauern liefern den Wirten Werbematerial, damit für den Gast eine echte Weidegans klar erkennbar ist“, sagt Heidi Hebesberger, Obfrau der Österreichischen Weidegans-Gemeinschaft. Augen auf beim Ganslkauf - im Sinne des Tierschutzes und auch unserer Gesundheit zuliebe!

Gastkommentar von Eva Rosenberg
Österreichern liegt Tierschutz am Herzen. Daher ist es zu Martini umso wichtiger, beim Ganslessen genau hinzuschauen! Denn nach wie vor werden zwei Drittel aller hierzulande verspeisten Gänse aus dem Ausland importiert. Sehr oft kommen die Tiere aus Ländern, in denen - im Gegensatz zu Österreich - zwei besonders grausame Praktiken nach wie vor ganz legal sind: Lebendrupf und Stopfmast. Aus Sicht des Tierschutzes ist es natürlich am besten, auf das Gansl zu verzichten, zumal es mittlerweile wirklich tolle pflanzliche Alternativen zu Fleisch gibt. All jenen, die nicht verzichten wollen, empfehlen wir die „Österreichische Weidegans“ oder eine heimische Bio-Gans.

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Seien Sie lästig und fragen Sie nach!

Eva Rosenberg, „Vier Pfoten"

Hier kann man als Konsument zumindest sichergehen, dass nicht nur Lebendrupf und Stopfmast ausgeschlossen sind, sondern die Tiere auch Auslauf und gutes Futter hatten. Und in Restaurants? Nach wie vor muss die Gastronomie keine Angaben darüber machen, woher ihr Fleisch kommt und wie die Tiere gehalten wurden - völlig unverständlich! Wir kämpfen seit Jahren für eine verpflichtende Kennzeichnung. Auch die „Krone“ macht viel Druck bei diesem Thema. Es liegt an den zuständigen Ministern, Elisabeth Köstinger und Wolfgang Mückstein, diese überfällige Maßnahme endlich in die Wege zu leiten. Und bis dahin: Seien Sie bitte lästig und fragen Sie immer, woher Ihr Gansl kommt!

Diana Zwickl
Diana Zwickl
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