20.10.2021 18:13 |

Rechtskräftiges Urteil

Jetzt ist es fix: Lebenslang für beide Hexen!

Mord, Betrug, Brandstiftung - was diesen zwei Frauen angelastet wird, ist nicht nur für Psychiater Peter Hofmann ein „Jahrhundertfall“. Margit T. und Barbara H. haben zumindest ein Menschenleben auf dem Gewissen und vielen weiteren Opfern Unglück gebracht. Dafür müssen sie nun lebenslänglich hinter Gitter.

„Bei Margit T. wurde die Strafe bestätigt“, erklärt Elisabeth Dieber, Sprecherin des Oberlandesgerichtes Graz, wo Mittwoch die Berufungsverhandlung in der „Hexen-Causa“ stattgefunden hat. „Bei Barbara H. wurde das Urteil hingegen von bisher 20 Jahren auf eine ebenfalls lebenslange Freiheitsstrafe hinaufgesetzt.“

Anstalt für abnorme Rechtsbrecher
Dazu kommt aufgrund der Gefährlichkeitsprognose für das Duo eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Nur selten werden Frauen in Österreich derart drastisch bestraft - am Landesgericht Klagenfurt kann man sich überhaupt niemand an zwei Lebenslängliche in einem Verfahren erinnern!

Mord an Pensionistin
Doch T. und H. haben viel zu verantworten: Um an das Erbe einer Villacherin zu kommen, beauftragte T. ihre Komplizin mit dem Mord an der 72-jährigen Pensionistin. H., eine kleine, zierliche Person, Mutter einer kleinen Tochter, entwickelte enorme Kräfte - und erwürgte ihr Opfer gnadenlos. Auch eine Serie von Brandstiftungen geht auf das Konto der beiden.

Strafe von Oberlandesgericht bestätigt
Weiters war die 50-jährige T. eine vielfache Betrügerin, zockte vielen Kärntnern als falsches Medium und vermeintliche Hexe ihr gesamtes Erspartes ab. Dabei half auch Melitta O., die für ihren Beitrag zu der Betrugsserie drei Jahre Haft ausgefasst hat. Auch diese Strafe wurde vom OLG bestätigt.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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