19.10.2021 07:19 |

Unbekanntes Geschoss

Nordkorea provoziert mit nächstem Raketentest

Nordkorea hat zuletzt immer wieder mit militärischen Raketentests für Aufsehen gesorgt - nun feuerte Pjöngjang während der südkoreanischen Verteidigungsmesse erneut Raketen ins Meer. Es handle sich dabei um ein bisher nicht identifiziertes Projektil, das vor der Ostküste in der Nähe von Sinpo abgefeuert wurde, teilte der südkoreanische Generalstabschef am Dienstag mit.

Nordkorea hat in der Hafenstadt seinen Stützpunkt für U-Boote und die Ausrüstung für den Testabschuss von ballistischen U-Boot-Raketen. Der Start der Rakete sei während eines Treffens der Geheimdienstchefs der USA, Südkoreas und Japans im Rahmen der ADEX in Seoul erfolgt, wo neben anderen Themen auch das Patt mit Nordkorea erörtert werden sollte, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungskreise.

Spannungen verschärfen sich
Auf Südkoreas größter Verteidigungsmesse werden Kampfflugzeuge und -Hubschrauber der nächsten Generation, Drohnen und Waffen sowie Weltraumraketen und zivile Raumfahrtprodukte gezeigt. Der jüngste Raketenstart verschärft die Spannungen auf der Halbinsel und die festgefahrenen Entnuklearisierungsgespräche mit den USA. Der Westen will, dass Nordkorea seine Arsenale an Atomwaffen und ballistischen Raketen abbaut. Die Führung in Pjöngjang dringt auf Erleichterungen bei den US-Sanktionen gegen das kommunistische Land.

Das Projektil unbekannter Bauart sei in Richtung Japanisches Meer abgefeuert worden, berichtete die Agentur Yonhap. Nordkorea hat in den vergangenen Monaten wiederholt Raketen getestet. Zuletzt war Anfang Oktober eine neue Flugabwehrrakete erprobt worden.

Raketentests sorgen für Unruhe
Nordkorea, das wegen seines Atomwaffenprogramms internationalen Sanktionen unterworfen ist, hat im vergangenen Monat durch eine Reihe von Raketentests für Unruhe gesorgt. Unter anderem hatte das Land nach eigenen Angaben eine sogenannte Hyperschallrakete getestet. Wegen ihrer großen Geschwindigkeit können Waffen dieser Art nur schwer abgefangen werden. Nordkorea hatte zudem davor zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert.

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