17.10.2021 11:09 |

Entsetzen in den USA

Frau in Zug vergewaltigt - niemand griff ein!

Ein sexueller Übergriff auf eine Frau in einem Zug in der Ostküstenmetropole Philadelphia hat in den USA Entsetzen ausgelöst. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen mehrere Passagiere in dem Zug die Tat bemerkt, aber nicht eingegriffen haben. Es sei „verstörend“, denn es seien definitiv Menschen im Zug gewesen, sagte Timothy Bernhardt vom zuständigen Polizeirevier. „Keiner hat eingegriffen oder irgendetwas getan, um der Frau zu helfen.“

Das Verbrechen hatte sich am Mittwochabend in einem Zug der Nahverkehrsgesellschaft Septa ereignet. Ein Septa-Mitarbeiter habe gemerkt, dass etwas nicht stimme, sagte Bernhardt. Der 35 Jahre alte polizeibekannte Täter wurde festgenommen, die Frau kam in ein Krankenhaus. Bernhardt bezeichnete sie als „unglaublich starke Frau“.

Opfer und Täter hätten einander nicht gekannt. „Meiner Meinung nach gab es eine Menge Leute, die hätten eingreifen sollen, jemand hätte etwas tun sollen“, sagte er weiter. Man sei aber aktuell noch dabei, die Aufnahmen der Überwachungskamera auszuwerten. Er könne daher noch nicht genau sagen, was die Menschen genau gesehen hätten. Der Vorfall zeige, „wo wir in der Gesellschaft stehen“.

„Grausame Straftat“
Die Vergewaltigung sei eine „grausame Straftat“ gewesen, zitierten US-Medien ein Statement der Verkehrsgesellschaft. „Es waren noch andere Personen im Zug, die Zeugen dieser schrecklichen Tat wurden, und die Tat hätte möglicherweise früher beendet werden können, wenn ein Fahrgast den Notruf gewählt hätte“, hieß es demnach weiter.

 krone.at
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