27.09.2021 10:18 |

Überwachungsvideo

La Palma: Lavastrom bringt Kirchturm zum Einsturz

Seit mittlerweile einer Woche spuckt ein Vulkan im Süden der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma Asche, Gesteinsbrocken und Lava aus. Die Schäden sind immens. Seit 19. September sind mehr als 460 Gebäude verbrannt und zermalmt worden, davon gut 300 Wohnhäuser. Am Sonntag erreichte der rund 1000 Grad heiße Lavastrom die Ortschaft Todoque und brachte den dortigen Kirchturm zum Einsturz, wie Aufnahmen (Video oben) einer Überwachungskamera zeigen.

Der Vulkan auf der Cumbre Vieja, einer rund 14 Kilometer langen und knapp 2000 Meter hohen Vulkankette in Süden der Insel, die als schlafender Vulkan galt, war - erstmals seit einem halben Jahrhundert - am 19. September wieder ausgebrochen. Tausende Menschen mussten seither in Sicherheit gebracht werden.

Die bis zu 15 Meter dicken schwarzen Lavamassen haben bereits mehr als 200 Hektar - das entspricht einer Fläche von fast 300 Fußballfeldern - unter sich begraben. Auf den Landstrichen, die sie zerstört haben, wird jetzt auf Jahrzehnte weder gebaut werden können noch Landwirtschaft möglich sein. Die Schäden sind mittlerweile immens. Die Behörden schätzen sie auf mehr als 400 Millionen Euro.

Flughafen wieder offen, aber keine Flüge
Am Sonntag ist der Flughafen der Insel nach einer eintägigen Schließung infolge der Vulkanasche wieder geöffnet worden. „Der Flughafen von La Palma ist wieder in Betrieb“, teilte die Betreibergesellschaft Aena via Twitter mit. Wegen der anhaltend schlechten Flugbedingungen nahmen die Fluggesellschaften ihre Flüge aber dennoch nicht wieder auf, sondern strichen die Verbindungen.

Am Samstag war der Betrieb eingestellt worden, weil die niedergegangene Asche den Luftverkehr gefährdet hatte. Die Schließung führte im Hafen der Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma zu langen Warteschlangen von Reisenden, die nun mit der Fähre La Palma verlassen und vor allem über Teneriffa den Heimflug antreten wollten.

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