Mehr Intensivbetten

Neue Corona-Zahlenspiele helfen dem Bezirk Braunau

Ein Schelm, wer Böses denkt oder gar vermutet, dass mit aller Kraft versucht wird, vor der Wahl Ausreisekontrollen im Bezirk Braunau zu verhindern. Denn plötzlich stieg die dafür erforderliche Anzahl an belegten Corona-Intensivbetten in Oberösterreich von 29 auf 34. Und bei der Impfrate im gefährdeten Bezirk geht’s plötzlich auch bergauf.

Wenn die 50-Prozent-Hürde bei den Geimpften erreicht ist, heißt es in Braunau durchatmen. Dann würde die für Ausreisekontrollen notwendige 7-Tage-Inzidenz von 300 auf 400 springen. Derzeit liegt sie bei 324. In der Vorwoche war der Wert auch schon übersprungen und die Impfrate lag am Donnerstag noch bei 48,8 Prozent – inzwischen liegt sie bei 49,1. Der Krisenstab hat inzwischen die Zahl der „Pop-up“-Impfstellen in ganz OÖ auf 142 erhöht. Auch im Bezirk Braunau sollen mehr entstehen, um die Impfquote zu steigern.

Bezirkshauptmann ruft auf
Dass die Zahl der belegten Intensivbetten – derzeit 32 in Oberösterreich – , bei der die Kontrollen schlagend werden, erhöht wurde, erklärt Tilman Königswieser vom Krisenstab damit, dass die Zahl aller Intensivbetten von 279 auf 333 hochgeschraubt wurde und demnach die 10-Prozent-Hürde auch anstieg. Bezirkshauptmann Gerhard Kronberger ruft inzwischen „seine“ Braunauer auf, impfen zu gehen, beziehungsweise durch Testen, Masken und Hygiene alles zu versuchen, die Ansteckungen zu reduzieren, um Ausreisekontrollen zu verhindern.

80 Soldaten unterstützen inzwischen wieder das Land beim Kontaktpersonen-Management. Ab morgen, Mittwoch, gilt dazu eine weitere Regelung, bei der alle in Österreich belegten Intensivbetten gezählt werden und wenn zehn Prozent überschritten sind, dürfen nur noch Geimpfte und Genesene in die Nachtgastro oder zu Großveranstaltungen – dieser Wert wurde gestern übertroffen.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Freitag, 24. September 2021
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