10.09.2021 12:16 |

Zumindest Ungeimpfte

Schulen testen wohl auch nach der Sicherheitsphase

In den ersten drei Wochen des neuen Schuljahres läuft an den Schulen eine dreiwöchige Sicherheitsphase - Schüler und Lehrkräfte werden sich aber wohl auch nach Ende dieser Phase dreimal pro Woche testen und zumindest abseits der Klasse Maske tragen müssen. Darauf deuten die Daten aus dem aktuellen Arbeitsdokument der Ampelkommission hin. Wesentlicher Unterschied: Die Testpflicht betrifft dann aber nur ungeimpfte Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt noch: Wie sich der Stufenplan der Regierung auf die Schulen auswirkt.

Nach der Sicherheitsphase - die in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland am 27. September, im Westen aufgrund des späteren Schulbeginns am 4. Oktober endet - sind die Schulregelungen von der jeweiligen Risikolage im Bundesland abhängig: Bis zu einer risikoadjustierten Sieben-Tage-Inzidenz von 100 herrscht dann geringes Risiko, zwischen 101 und 200 mittleres und ab 201 hohes Risiko.

Zeitplan für die jeweiligen Maßnahmen: Am Donnerstag liefert die Ampelkommission ihre jeweiligen Daten ab, anschließend entscheidet die Schulbehörde. Am darauffolgenden Montag würden die Maßnahmen umgesetzt.

  • Mittleres Risiko würde bedeuten, dass ungeimpfte Schüler weiter dreimal wöchentlich testen müssen (mindestens einmal PCR). Außerdem müssten alle Schüler und Lehrer unabhängig vom Impfstatus abseits vom Klassenraum weiter Maske tragen. Für Lehrer macht die Risikolage in Sachen Testpflicht dagegen keinen Unterschied: Ungeimpfte müssen jedenfalls dreimal wöchentlich testen, geimpfte nicht.
  • Bei hohem Risiko würde sich in Sachen Tests nichts ändern. Allerdings verschärft sich die Maskenpflicht dann ab der neunten Schulstufe: Schüler und Lehrer, die dort unterrichten, müssen dann auch in der Klasse Maske tragen. Zusätzlich wären dann auch keine Unterrichtsangebote bzw. Kooperationen mit externen Personen oder Vereinen mehr möglich, Schulveranstaltungen würden verboten und Sprechtage und Konferenzen nur digital durchgeführt.
  • Darüber hinaus können Direktoren auf eine Woche befristet und mit Zustimmung der Bildungsdirektion eine weitergehende Maskenpflicht bzw. zusätzliche Tests anordnen. Das kann etwa einzelne Räume wie einen engen Computersaal betreffen und muss nach einer Woche erneut beantragt und genehmigt werden.

Salzburg kratzt schon am hohen Risiko
Mittlerweile wären außer Kärnten (96) und der Steiermark (92) bereits alle Bundesländer im Bereich des mittleren Risikos. Salzburg (188) kratzt sogar bereits am hohen Risiko, Wien (173) und Oberösterreich (162) stehen knapp davor. Gegenüber der Vorwoche wurde in allen Bundesländern eine Steigerung dieser Werte registriert.

Stufenplan könnte Berechnungsmethoden ändern
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt: Nachdem die Regierung in dieser Woche beschloss, die Auslastung der Intensivstationen zum Maßstab für etwaige Maßnahmen zu machen, könnte die Berechnungsmethode auch für die Schulen geändert werden. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) deutete zuletzt an, dass etwa die Intensivstationen-Auslastung stärker gewichtet werden könnte. Derzeit dürfte aber auch das nicht viel ändern: Auch das Systemrisiko durch die aktuelle oder künftige Intensiv-Belegung hat in der Mehrzahl der Länder schon zumindest die Zehn-Prozent-Marke gerissen.

Apropos Stufenplan: Den empfiehlt das Bildungsministerium auch für die Kindergärten. Die fallen zwar in die Zuständigkeit der Bundesländer, das Ministerium hat nun allerdings wie schon öfters im Verlauf der Pandemie Empfehlungen für den elementarpädagogischen Bereich vorgelegt. Neben den schon etablierten Maßnahmen - u.a. Händewaschen, Lüften, Vermeidung von Menschenansammlungen sowie Testen und Impfangebote an das Personal - geht es dabei vorrangig um Regeln für das Personal.

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