Was die Liftbetreiber schmerzlich gemerkt haben, bestätigt Kärntens oberster Wetterexperte, Franz Stockinger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Klagenfurt: "Während der Dezember mit 120 Prozent Niederschlägen über dem Durchschnitt etwas zu nass war, war der Jänner mit 65 Prozent und der Februar mit gar nur zehn Prozent sehr trocken."
Im letzten Wintermonat sind nur 3,5 Millimeter Niederschlag gemessen worden – ein extremes Phänomen. Weniger extrem waren die Temperaturen. Stockinger: "Der Dezember lag mit einem Mittel von minus vier Grad unter dem Durchschnitt, der Jänner war mit 0,7 und der Februar mit ein Grad über dem langjährigen Mittel etwas zu mild." An manchen Februar-Tagen wurden aber sehr hohe Temperaturen verzeichnet, wie plus neun am 9. Februar!
Sonnenreicher Dezember
Immerhin sind wir im Dezember von der Sonne verwöhnt worden: 98 Stunden strahlte sie da über Kärnten, das waren stolze 170 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren. Und im Jänner gab es auch noch 110 Prozent bzw. 87 Stunden Sonne, im Februar aber nur noch 93 Stunden oder 75 Prozent.
Stockinger erklärt: "Diese Messwerte beziehen sich alle auf Klagenfurt." Österreichweit gesehen war der Winter zu kalt, und ebenfalls sehr schneearm. Temperaturmäßig lagen Oberkärnten und Osttirol etwas über dem Bundesschnitt.
Der astronomische Frühling, wenn die Sonne den Äquator nach Norden überschreitet, beginnt übrigens erst am 21. März um 0.21 Uhr.
von Martin Radinger, Kärntner Krone









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