Wirbel in Linz

Spitalsportier ließ Vater mit Baby im Regen stehen

Fuchsteufelswild ist ein Vater (33) aus Linz. Er begleitete seine Frau (31), die fünf Tage zuvor entbunden hatte, mit dem Neugeborenen zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz. Die Frau hatte Atemprobleme. Der Portier ließ Vater und Baby im Regen stehen. Laut Spital war er durch die Covid-Regelung dazu verpflichtet.

„Meine Frau und ich sind immer noch schockiert und wirklich zutiefst gekränkt“, sagt Manfred Sch. (33). Die Frau hat eine Geburtsverletzung und kann weder gut stehen noch laufen. Da sie auch noch starke Atemwegsbeschwerden bekam, fuhr das Paar nach Absprache mit einem Arzt am Donnerstag um 16 Uhr zu den Barmherzigen Brüdern, stand aber vor verschlossenen Türen. „Der Portier war nur über die Nachtglocke erreichbar und ließ keinen rein“, so Manfred Sch. Sie gingen zu den benachbarten Barmherzigen Schwestern, wo eine Triagemitarbeiterin die kranke Frau im Rollstuhl zur Aufnahme zu den Brüdern brachte.

Nicht erlaubt
„Ich klingelte also noch einmal bei der Nachtglocke und teilte dem Portier mit, er soll mich bitte reinlassen, ich stehe mit einem fünf Tage alten Baby im Regen, meine Frau ist bei ihnen drinnen und muss in die Akutambulanz. Als Antwort gab es ein lapidares: ,Na, Begleitpersonen san ka erlaubt‘“. Schließlich endete der Zwist mit Gebrüll.

Corona-Verordnung
Bei den Brüdern sagt man: „Aufgrund der ungeklärten Atemwegsbeschwerden der Patientin, wurde die Patientin als ,symptomatisch‘ eingestuft. Sie wurde darum von Mitarbeitern der Triage in die vorgelagerte Covid-Notfall-Ambulanz gebracht und dort versorgt. Begleitpersonen sind in diesem Bereich aufgrund der Corona-Schutzverordung nicht zugelassen. Dieses Vorgehen gibt es seit Beginn der Krise auch in den anderen Spitälern. “

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Samstag, 25. September 2021
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