Modell in Kärnten

Modulsystem an HAK verhindert Sitzenbleiben

Österreich
19.02.2011 12:15
Von den 1,2 Millionen österreichischen Schülern wiederholen jedes Jahr 40.000 die Klasse. Bald soll das Geschichte sein (siehe Infobox). An der HAK Klagenfurt ist das Sitzenbleiben schon seit dem Schuljahr 2009/2010 Vergangenheit. Ein modulares Kurssystem ermöglicht dies.

Direktor Heinz Rieger erklärt das Modulsystem: "Jedes Semester schließt mit einem Zeugnis ab und auch bei negativer Beurteilung in Modulen, das heißt einem Unterrichtsgegenstand pro Semester, können die Schüler in das nächste Semester aufsteigen. Sie müssen aber die 'Nicht genügend' durch Kolloquien bis spätestens zur Reifeprüfung sanieren."

Damit ist die Bundeshandelsakademie 1 in Klagenfurt die bisher einzige Schule Kärntens, die ein modulares Schulkonzept für alle zur Matura führenden Schulformen umsetzt. Direktor Rieger: "Selbstverständlich ist aber ein freiwilliges Wiederholen einer Klasse bei Versagen in mehreren Fächern, etwa wegen einer längeren Krankheit, möglich."

FPK-Chef ist skeptisch
Skeptisch in Hinblick auf das Abschaffen des Sitzenbleibens äußerst sich Kärntens Landesschulreferent Uwe Scheuch. Der FPK-Politiker sieht im bisherigen System einen Leistungsanreiz und befürchtet eine "Nivellierung nach unten". Scheuch: "Wie soll ein Schüler, der im ersten Jahr den Stoff nicht bewältigt hat, in den Folgejahren damit zurecht kommen?"

Kärntner Krone

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