Bizarrer Zwist

Politstreit um Bus statt Traktor bei Faschingsumzug

Burgenland
16.02.2011 17:30
Bunt, laut und lustig - so soll und darf es im Fasching zugehen. Umzüge gehören in vielen Gemeinden zur Tradition. So auch in St. Georgen bei Eisenstadt. Doch statt guter Stimmung herrscht hinter den Kulissen Eiszeit. Der Grund: Die SPÖ fühlt sich vom Umzug ausgeschlossen - "glatte Lüge", kontert die ÖVP.

Rot und Schwarz können einfach nicht miteinander. Das beweisen immer wieder die vielen kleineren und größeren politischen Diskussionen. Der jüngste Streit in St. Georgen würde allerdings besser in eine "Kappelsitzung" oder ein Faschingskabarett passen.

Es geht um den traditionellen Faschingsumzug am 26. Februar. "Wir wollten uns mit der SP-Ortsgruppe daran beteiligen. Die Einnahmen hätten wir einem guten Zweck gespendet", sagt der Eisenstädter Vizebürgermeister Günter Kovacs. Mit einem "Aprés Skibus" hätte man so richtig Stimmung in das bunte Narrentreiben gebracht. Aber genau das wollen die Organisatoren nicht.

"Es ist eine glatte Lüge, dass die SPÖ nicht mitmachen darf. Sie sollen nur auch einen Traktor mit Anhänger schmücken, wie alle anderen auch. Dann steht einer Teilnahme natürlich nichts im Wege", kontert VP-Stadtbezirksvorsteherin Adelheid Hahnekamp. In einem traditionellen Faschingsumzug auf dem Land habe ein moderner Bus einfach nichts zu suchen.

von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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