Denn obwohl unsere Nachbarn mit 1.1. "la busta" verbannt haben, heißt es aus der Kärntner Umweltschutzabteilung: "In der EU gibt es kein Plastiksackerl-Verbot, da es der EU-Verpackungsrichtlinie widerspricht." Das Gesetz in Italien sei daher nicht notifiziert.
Dabei wäre es in Italien, wo das Plastik nicht wie in Kärnten in der Recycling-Anlage oder in der Müllverbrennung, sondern im Meer landet, dringend notwendig. Die deutsche Kunststoffindustrie hat jedoch Beschwerde bei der EU gegen das "la busta"-Verbot eingebracht.
"Die Diskussion ums Sackerl ist populistisch"
Scharfe Worte richtet die Kärntner Kunststoffindustrie an heimische Politiker. "Die Diskussion ums Sackerl ist populistisch und sorgt für große Verunsicherung", sagt Hans Michael Offner von Swatek in Wolfsberg, wo jährlich an die 100 Millionen Plastiksäcke erzeugt werden. Der Industrielle hat daher eine 3-Millionen-Euro-Investition in den Ausbau des Kunststoffwerks (Produktion und Druck) auf Eis gelegt.
"Auch wir wollen uns weiterentwickeln. Wir sind aber noch nicht so weit, um Alternativen fürs Polyethylen anbieten zu können." So werden beim Einsatz von Maisstärke als Polyethylen-Ersatz eine Verknappung des Rohstoffs und explodierende Preise befürchtet. Mit Verbundstoffen ergänztes, reißfesteres Papier bedeute Probleme beim Recycling.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"









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