Dafür eingewechselt

Aufwühlender Brief von Rashford nach Elferdrama

Fußball International
13.07.2021 06:43

Man liest nicht alle Tage solche Briefe wie den des Manchester-United-Stars Marcus Rashford. Der Engländer, der den ersten Elfmeter der „Three Lions“ im EM-Finale vergeben hatte, schreibt sich den Frust von der Seele. Aber wie? Ohne Schuldzuweisungen, ohne Aggression. Das könnten nur ganz wenige, an seiner Stelle. Im Video oben nimmt sein Coach Gareth Southgate die Verantwortung für die vergebenen Elfmeter auf sich.

Es liefen die letzten Minuten der Verlängerung im Finale gegen Italien, als England-Teamchef Gareth Southgate sich noch einmal zum Wechseln entschied. Er brachte Marcus Rashford, der kaum Einsatzminuten bei dieser EURO bekam, und Jadon Sancho, eigens fürs Elfmeterschießen. Die Spieler wurden noch nicht einmal warm auf dem Feld, dann mussten sie schon zum entscheidenden Strafstoß antreten. Und Rashford war ratlos und verschoss ihn, wie auch später Sancho ...

Danach schrieb er einen emotionalen Brief in den sozialen Medien: „Ich habe mich gefühlt, als hätte ich jeden enttäuscht. Ein Elfmeter war alles, was ich dem Team beisteuern sollte. Ich kann Elfmeter im Schlaf schießen, warum also nicht diesen?“

(Bild: PA Wire)

Nach dem vergebenen Elfmeter wurde auch Rashford in den sozialen Medien rassistisch beleidigt. Auch darauf fand er die richtige Antwort: „Ich kann Kritik an meiner Leistung den ganzen Tag ertragen, mein Elfmeter war nicht gut genug, er hätte reingehen müssen, aber ich werde mich nie dafür entschuldigen, wer ich bin oder wo ich herkomme.“

(Bild: AFP)

Teamgeist
Und er ließ keinen Zweifel daran, dass der Erfolg der Engländer auch einem sehr guten Mannschaftsgeist zu verdanken ist: „Es war der unglaublichste Sommer und ihr alle habt eine Rolle darin gespielt. Eine Brüderlichkeit ist entstanden und die ist nicht zu brechen. Mein Erfolg ist euer Erfolg und euer Verlust ist mein Verlust. Die Nachrichten, die ich heute bekommen habe, sind auf positive Weise überwältigend und die Reaktion in Withington zu sehen, hat mich an den Rand der Tränen gebracht. Die Gemeinschaft, die immer ihre Arme um mich legte und mich stets oben hielt. Ich bin Marcus Rashford, 23 Jahre alt, ein schwarzer Mann aus Withington und Wythenshawe, South Manchester. Ich habe nichts anderes als das. Ich bedanke mich für alle netten Nachrichten. Ich werde stärker zurückkommen. Wir werden stärker zurückkommen.“

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(Bild: KMM)



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