25.06.2021 10:11 |

Meinung

Airport Tristesse: Warum die Eigentümer streiten

Trist; dieses Wort gibt es in vielen Sprachen. Und es bedeutet immer dasselbe: „durch Öde, Leere gekennzeichnet; trostlos; freudlos“. Genau dieses Wort fällt einem ein, wenn man am Klagenfurter Flughafen, diesem angeblichen und höchstens ehemaligen „International Airport“ vorbeikommt. Die Haupt-Hangars geschleift, das Hauptgebäude sanierungsbedürftig, ein Parkplatz, den sich tapfere Gräser zurückzuerobern versuchen.

Und die Besitzer? Ja, die streiten. Sie erklären ihre „Gespräche für beendet“. Die einen, die irgendwann „mehr privat, weniger Staat“ postuliert hatten, also die ÖVP um Landesrat Martin Gruber, der in diesem Fall „Landesaufsicht“ ist, wollen mehr Mitsprache der öffentlichen Hand und vielleicht sogar wieder mitzahlen. Die anderen, also das Firmenkonglomerat von Mehrheitseigentümer „Lillihill“ des Investors Franz Peter Orasch, zeigen sich „irritiert“ und lassen durchklingen, dass genau deshalb schon bisher nicht wirklich investiert worden sei Weitere Möchtegern-Mitspieler faseln derweil von „Kauf-Rückabwicklung“ und „schlechten Verträgen“.

Was weiter fehlt, sind jegliche gemeinsame Pläne, wie man aus der Situation herauskommen könnte; jetzt, und nicht irgendwann. Damit man wieder dorthin fliegen kann, wo das Wort „trist“ höchstens in melancholischen Liebesliedern auffällt. Und nicht beim Flughafen...

Kurzum: Alle, und zwar wirklich ALLE müssen an einen Tisch; Lillihill, Land, Stadt - und Nägel mit Köpfen machen, statt, wie aufmerksame Beobachter zu erkennen glauben, vor allem aus Eitelkeiten, Befindlichkeiten und persönlichem Kalkül noch mehr Schaden anzurichten.

Das Letzte, was am Flughafen Klagenfurt neu gemacht wurde, war die Landebahn: auch schon fünf Jahre her...

Hannes Mösslacher
Hannes Mösslacher
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