205.000 Tschick

Gastwirt verkaufte zum Bier auch Schmuggelnikotin

Wien
05.02.2011 16:28
Ein Seiterl Bier, ein Gulasch und dazu ein Packerl (geschmuggelte) Zigaretten haben offenbar zum Standardmenü vieler Gäste eines Lokalbesitzers in Favoriten gehört. Der Gastronom hatte direkt neben seinem Wirtshaus einen Bunker angelegt, wohin er regelmäßig entschwand, um Rauchwaren zu holen. Jetzt wurde der Mann auf frischer Tat ertappt.

Das Lokal des 55-Jährigen galt in Favoriten als heißer Tipp für Raucher, die sich billig mit Schmuggelnikotin eindecken wollten. "Vor allem für solche, die mit Vorliebe Memphis und Chesterfield rauchen", sagte einer der erfolgreichen Beamten der Wiener Zollfahndung. 

Schon seit längerer Zeit war der "Zigarettendealer" im Visier der Kriminalisten gestanden. Denn sie hatten beobachtet, wie der Lokalbesitzer regelmäßig von der Schank in den Keller des Nebengebäudes verschwand, um Nachschub zu holen. Die Zöllner konnten ihm die Weitergabe von 1.002 Stangen nachweisen. Der Schaden für die Republik dabei beläuft sich auf rund 50.000 Euro.

von Mark Perry, Kronen Zeitung

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