20.06.2021 11:23 |

Sinovac in der Kritik

China knackte die Milliarden-Marke bei Impfungen

Chinas Impfprogramm schreitet zügig voran - mehr als eine Milliarde Spritzen wurden bereits verabreicht. Allein am Samstag landeten nach Angaben der Nationalen Gesundheitskommission 20,23 Millionen Dosen von Corona-Vakzinen verimpft. China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt mit rund 1,41 Milliarden Einwohnern.

China nutzt unter anderem den Corona-Impfstoff des heimischen Herstellers Sinovac, um die Bevölkerung zu immunisieren. Dieser hat sich einem Zeitungsbericht zufolge in einer Hongkonger Studie als weniger wirksam erwiesen als das Vakzin von Biontech/Pfizer. Menschen, die mit Biontech gegen Covid-19 geimpft worden seien, hätten „wesentlich höhere“ Antikörperwerte aufgewiesen als Sinovac-Geimpfte, berichtete die „South China Morning Post“ am Samstag unter Berufung auf eine staatlich beauftragte Studie der Universität Hongkong (HKU).

Bei dem Sinovac-Impfstoff könnte demnach in manchen Fällen auch eine dritte Auffrischungsimpfung nötig werden. Auch eine Studie aus Brasilien bescheinigte dem Vakzin nur eine geringe Schutzwirkung

350 Mitarbeiter infizierten sich trotz Sinovac-Impfung
Zuletzt waren Zweifel an der Wirksamkeit des Sinovac-Impfstoffes gegen infektiösere Mutationen des Virus aufkommen, wie etwa die Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. In Indonesien hatten sich kürzlich Behördenangaben zufolge mehr als 350 Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit dem Coronavirus infiziert, obwohl sie mit Sinovac geimpft worden waren. Die meisten der Betroffenen hätten zwar keine Symptome gezeigt, Dutzende mussten allerdings zur Behandlung in Kliniken.

Anfang Juni hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem Sinovac-Impfstoff als zweitem in China hergestellten Vakzin eine Notfallzulassung erteilt. Damit kann das Mittel vom internationalen Impfprogramm Covax verwendet werden, das ärmere Staaten mit Coran-Vakzinen versorgt. Es wird auf bisher herkömmliche Weise hergestellt, während der Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer auf der neuen mRNA-Technologie beruht.

Neue Infektionsfälle sind aus Ausland eingeschleppt
Die Behörden meldeten zudem für Samstag insgesamt 23 neue Corona-Fälle, nachdem es einen Tag zuvor noch 30 waren. In allen Fällen habe es sich um aus dem Ausland eingeschleppte Infektionen gehandelt. Bisher hat die Volksrepublik insgesamt 91.587 Corona-Fälle offiziell bestätigt. Die Zahl der Toten in Verbindung mit dem Virus wird mit 4636 angegeben.

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