Freiwilligenheer

SP-Burgenland "die Erste, die Druck gemacht hat"

Burgenland
03.02.2011 14:57
Eine Kampagne zur Aussetzung der Wehrpflicht läuft seit Montag bei der SPÖ Burgenland. Aufkleber (Bild), Sticker und T-Shirts, auf denen das Wort Wehrpflicht durchgestrichen ist, sollen das SP-Anliegen in der Öffentlichkeit transportieren. Einer Facebook-Gruppe zum Thema sind bereits über 12.000 Leute beigetreten, sagte SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich am Donnerstagvormittag und fügte hinzu: "Da werden wahrscheinlich auch die Kritiker sehr ruhig werden."

"Wir wollen dieses Freiwilligenheer und wir wollen dieses Freiwilligenheer bald", erklärte Hergovich. Auch das Sozialjahr werde man tatkräftig unterstützen. Es sei eine "hervorragende Alternative" zum jetzigen System. "Ich glaube, dass stündlich der Widerstand der ÖVP bröckelt", sagte Hergovich. Am Schluss werde das Volk entscheiden, welches Modell das Geeignetste sei: "Und dann werden wir sehen, welche Partei sich gegen das Volk hier argumentieren traut."

"Burgenland wieder einmal sehr schnell"
Auch von der Bundes-SPÖ gab es Lob für die Kampagne: "Burgenland war wieder einmal sehr schnell", meinte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas. Die burgenländische SPÖ sei in der Frage "die Erste, die Druck gemacht hat" und am stärksten mobilisiere. Man werde die Kampagne nicht nur unterstützen, sondern sie auch weiter ausbauen.

Die Wehrpflicht sei nicht mehr zeitgemäß. Für die heute wichtigen Aufgaben benötige man in der Landesverteidigung ein professionelles Heer, argumentierte Rudas. 60 Prozent der Wehrdiener seien Systemerhalter. Die Landesverteidigung mache man am besten "mit gut ausgebildeten Menschen und nicht mit gezwungenen Praktikanten."

Darabos  "ein guter Verteidigungsminister"
Dass das Freiwilligenheer zur Koalitionsfrage werden könne, verneinte Rudas mit dem Hinweis auf Aussagen von Kanzler und Vizekanzler, dass zuerst verhandelt werde. Danach werde es eine Volksbefragung geben.

Die Bundesgeschäftsführerin würde sich Verteidigungsminister Norbert Darabos auch im nächsten Kabinett als Ressortchef wünschen. Darabos sei "ein guter Verteidigungsminister. Und ich hoffe, dass er auch in der nächsten Legislaturperiode bereit ist, Verteidigungsminister zu sein. Meine Unterstützung und die der SPÖ wird er auf jeden Fall haben", sagte Rudas. Man solle Politiker, die etwas verändern wollen, nicht dabei stoppen.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Burgenland Wetter
6° / 10°
wolkig
1° / 11°
wolkig
4° / 10°
wolkig
5° / 10°
wolkig
3° / 10°
wolkig



Kostenlose Spiele