08.06.2021 09:00 |

Als Ersatzfach

Pro & Contra: Ethikunterricht ab Herbst an Schulen

Viele Schülerinnen und Schüler melden sich ab der 9. Schulstufe vom Religionsunterricht ab. Als Ersatzfach für jene Abgemeldeten soll nun ab Herbst Ethikunterricht herantreten. Den Beginn machen die 9. Schulstufen der AHS, bis 2025/26 soll das Fach von der 9. bis zur 11. Klasse in AHS und BHS eingeführt sein.

Seit 20 Jahren wird Ethik als Schulversuch unterrichtet, mindestens genau so lange wird bereits über die Vor- und Nachteile diskutiert. Religionsunterricht ist für viele nicht mehr zeitgemäß, auch heute werden hier schon vermehrt ethische Themengebiete gelehrt.

Unsere Leser Flocke und Lillith73 sprechen sich klar für einen Ethikunterricht aus. Es wäre sinnvoll, den Schülern auch Wissen über andere Länder, Menschen und Religionen zu vermitteln.

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Flocke
Ethikunterricht finde ich ab der fünften Klasse Sinnvoll ,sowie eine Fremdsprache .Die Kinder müssen Wissen ,dass andere Länder und Menschen auch auch ein Recht auf ihre Religen haben.Konflikte ,Gewalt,Kriege könnten weniger werden.Das sollte das Ziel aller Religionen sein!Der Papst wäre am Wort!
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Lillith73
Dieser Unterricht sollte verpflichtend für alle sein. Religionsunterricht hat in der Schule nix verloren
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Auch viele Fragen wurden in der Community zum Thema Ethikunterricht gestellt. Welche Werte sollen vermittelt werden? Wer nimmt am Unterricht teil? Wie sieht es hier zum Beispiel mit Schülern aus, die weder vom Religionsunterricht abgemeldet, noch konfessionslos sind, möchte JVTS wissen.

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Leserkommentare
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theralein
Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie, das sich mit dem "rechten"(=richtigem) menschlichen Handeln befasst. Das Wort leitet sich von dem altgriechischen "ethos" ab, das man mit Gewohnheit, Sitte und Brauch übersetzen kann. Mit dem Begriff ist aber auch die Art und Weise gemeint, wie jemand sein Leben führt.

Schauen wir uns das an, bevor wir über den Ethikunterricht urteilen. Der Ansatz ist zumindest einmal gut.
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JVTS
Ich frag mich irgendwie was da für Prüfungsfragen gestellt werden sollen. Abgesehen davon, wie ist das bei Schülern, die weder vom Religionsunterricht abgemeldet noch konfessionslos sind, aber einer Religion angehören, die hier zu wenige Anhänger hat, um offiziell anerkannt zu sein. Hindus, Sikhs, Taoisten, Shintoisten, Animisten (von Ahnungslosen gerne als "Voodoo-Anhänger" bezeichnet) beispielsweise.
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Kritisiert wurde vor allem das Alter der Schüler. Ab der 9. Schulstufe sei es zu spät, da Kinder bereits von ihrem Elternhaus und Umfeld geprägt wurden, meint KarlKarli. Einige Leser äußern Bedenken, ob es nicht zu einseitig sei, nur in einem Unterrichtsfach Ethik zu lehren. Laut SagtdergesundeHV sei dies Aufgabe des Elternhauses.

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SagtdergesundeHV
Den eigenen Kindern Ethik - und Respekt bei zu bringen obliegt klar dem ELTERNHAUS !!!
Wäre zumindest so !!
Keinersfalls aber einer politisch geprägten !!
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KarlKarli
Ab der 9. Schulstufe ist es zu spät, da die Kinder schon geprägt vom Elternhaus/ dem Umfeld sind.MM
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Mundlzipfler2.0
Gute Idee zum Sterben verdammt. Dieser Ethikunterricht wird niemals funktionieren. Da müsste die ganze Welt mit Ethikunterricht versorgt werden, was aber nicht möglich ist. Einseitigkeit ist bei so einem Thema sinnlos, also sparen wir uns das Geld und unsere wertvollere Zeit für wichtigere Sachen auf.
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Viele Für und Wider wurden und werden in unserer Community zu diesem Thema diskutiert. Wir bedanken uns für die wirklich zahlreichen, interessanten Wortspenden.

Sollte Ethikunterricht zusätzlich zu oder statt dem Religionsunterricht stattfinden? Und verpflichtend für alle oder mit Abwahlmöglichkeit? Wir freuen uns auf Ihre Meinung in den Storypostings!

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