Kritik an Behörde

Neuerlich vier Rösser von „Horrorhof“ gerettet

Von einem „Horrorhof“ spricht die Tierschutzorganisation Animal Spirit und meint damit ein Anwesen in Gunskirchen (Oberösterreich), wo Pferde unter schlimmsten Bedingungen dahinvegetieren. Am Samstag wurden vier Tiere gerettet.

Neben dem Kampf um das Tierwohl hält Animal Spirit aber auch mit Kritik an der Bezirksbehörde nicht zurück: Seit 2011 wurden regelmäßig Anzeigen gegen den Besitzer des Bauernhofes erstattet. Die Vorwürfe: Abgemagerte Pferde, durch Inzucht halbblind, mit alten nicht heilbaren Beinverletzungen, waren teilweise in finsteren, verschmutzten Ställen eingesperrt. „Die zuständige Behörde hat aber jahrelang nicht entsprechend reagiert und nichts gegen diese offensichtliche Tierquälerei unternommen“, sagt Marion Reisinger vom Gnadenhof „Engelberg“ in Engelhartszell.

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Die zuständige Behörde hat jahrelang (...) nichts gegen diese offensichtliche Tierquälerei unternommen.

Marion Reisinger vom Gnadenhof „Engelberg“

Behördliche Abnahme
Vor wenigen Wochen hat der „amtsbekannt aggressiv-cholerische Pferdebesitzer“, so die Beschreibung der Tierschützer, zumindest auf einen Teil der Pferde - 17, die im schlechtesten Zustand waren, darunter auch trächtige Stuten - verzichtet. Am Samstag konnten weitere vier Pferde befreit werden. Diesmal durch eine behördliche Abnahme.

In finsteren Stall gefunden
Zwei Hengste wurden abgemagert mit Verletzungen in einem finsteren Stall vorgefunden. Sie wurden auf Vermittlung von Animal Spirit bei Tierärzten und auf Privatplätzen untergebracht. Die Kosten bleiben oft bei den Tierschützern hängen. Neun Tiere müssen aber weiter am „Horrorhof“ ausharren und auf ein Einschreiten der Behörde warten.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Dienstag, 15. Juni 2021
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