Prozess steht an

Überforderter Bauer ließ 13 seiner Rinder sterben

Gerichtliches Nachspiel für ein Tierdrama: Ein Nebenerwerbslandwirt muss sich am Mittwoch in Linz wegen Tierquälerei verantworten. In seinem Stall sind 13 Rinder gestorben. Verdurstet und verendet. Die Tierkadaver lagen teilweise im Kot, als die Polizei kam.

Ein schreckliches Bild bot sich Polizeibeamten, als sie im März nach einem Hinweis mit einem Amtstierarzt auf den Hof in Gramastetten kamen. Kühe und Kälber waren dehydriert oder lagen verendet im Stall. Das Wasser war ungenießbar, das Silage-Futter verschimmelt. Mindestens 13 Tiere der Mutterkuhherde sollen gestorben sein.

Nach Tod der Mutter
Der 45-jährige Bauer verantwortet sich bisher mit der Überlastung nach dem Ableben seiner Mutter. Er hatte es anscheinend nicht mehr alleine geschafft, den Stall und den Auslauf von Kot und Mist zu reinigen und für tierärztliche Hilfe zu sorgen. Auf Tierquälerei steht eine Strafdrohung von bis zu zwei Jahren Haft.

Jährlich Tierdramen
Der Fall im Mühlviertel ist kein Einzelfall. Solche Tierdramen kommen in Oberösterreich im Durchschnitt drei- bis viermal pro Jahr vor. Immer wieder stehen Landwirte vor Gericht. Etwa eine Bäuerin aus dem Salzkammergut, der, angeblich unbemerkt von ihrem Gatten, die Arbeit völlig über den Kopf gewachsen war. Sie ließ die Schweine verhungern, wurde zu vier Monaten bedingt plus Geldstrafe verurteilt.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Freitag, 22. Oktober 2021
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