22.05.2021 11:10 |

Bordelle wieder offen

Razzia im illegalen Rotlicht: Hunderte Anzeigen

Mit Beginn der Lockdowns samt geschlossener Rotlicht-Lokale wich das horizontale Gewerbe in private Wohnungen und damit in die Illegalität aus. Zwar sind die Etablissements nun wieder offen, das Problem aber blieb. Für die Polizei gilt es, die Prostitution wieder in legale Bahnen zu leiten. Ein „Krone“-Lokalaugenschein in Wien.

Klopf, klopf! Nach einer Terminvereinbarung über eine einschlägige Internetseite steht ein junger Mann vor der Tür einer Wohnung in Wien-Ottakring. Es handelt sich allerdings nicht um den vermeintlichen Freier, sondern einen Fahnder in Zivil. Die Dame wird mehrfach angezeigt und mit 1000 Euro zur Kassa gebeten.

Ein Vorgang, der sich zuletzt hundertfach wiederholt hat. Denn Prostitution ist nur in genehmigten Etablissements erlaubt, wo die Frauen unter gesundheitlicher Kontrolle und in Sicherheit arbeiten können: „Daher wird der hohe Kontrolldruck auch in Zukunft aufrecht erhalten“, so Hofrat Wolfgang Langer vom Prostitutionsreferat bei der Wiener Polizei.

„Völlig klar, dass wir uns an sämtliche Regeln halten“
Szenenwechsel: Seit Mittwoch dürfen Bordelle, Laufhäuser und Sauna-Clubs wieder ihre Pforten öffnen – bis 22 Uhr und unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen. „Es ist ein Mehraufwand, aber völlig klar, dass auch wir uns an sämtliche Regeln halten“, erklärt Alex Holzer, Betreiber des Goldentime in Wien.

In seinem Etablissement gibt’s etwa Covid-Beauftragte und sogar eine Teststraße. Doch auch hier müssen sich alle Gäste registrieren – die Daten werden nach 28 Tagen vernichtet.

Oliver Papacek
Oliver Papacek
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