Knie ausgedreht

Kapseleinriss setzt Mario Stecher außer Gefecht

Sport
14.01.2011 16:53
Die Vorfreude auf den Heim-Weltcup in Seefeld ist groß gewesen, doch nach dem ersten Trainingssprung am Freitag hat es für Weltcup-Leader Mario Stecher einen Rückschlag gesetzt. Der Wahl-Tiroler erzielte zwar mit 110,5 Metern die Tageshöchstweite, kam dabei aber zu Sturz und drehte sich das rechte Knie aus. Stecher ließ sich sofort in das Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck bringen, wo ein Kapseleinriss im rechten Knie diagnostiziert wurde.

"Gott sei Dank sind die Bänder nicht in Mitleidenschaft gezogen", atmete Ernst Vettori, sportlicher Leiter im ÖSV, auf. "Sein Antreten bei der Weltmeisterschaft ist nicht in Gefahr." Um WM-Medaillen geht es von 24. Februar bis 6. März in Oslo. Stecher begann sofort mit der Therapie. Die behandelnden Ärzte sprachen sogar davon, dass er bereits kommendes Wochenende beim Weltcup in Chaux Neuve in Frankreich wieder starten könne.

Stecher: "Schon viel besser geworden"
"In den letzten eineinhalb Stunden ist es schon sehr viel besser geworden", sagte Stecher am Freitagnachmittag, bekannte aber, dass er vor der Untersuchung schon etwas Bauchweh gehabt habe. Stecher konnte aber am Nachmittag schon wieder normal gehen, "auch wenn es immer noch etwas schmerzt". Wie der Heilungsverlauf verlaufen wird, müsse man erst abwarten, meinte der Wahl-Tiroler. "Genaueres kann man erst sagen, wenn der Bluterguss in den nächsten Tagen abgeklungen ist." 

Jedenfalls blickte Stecher schon wieder optimistisch in die Zukunft und überlegte, ob sich nicht ein Start im Einzelrennen am Sonntag noch ausgehen könnte: "Realistisch gesehen natürlich nicht. Aber die Chancen von 20:80 bestehen." Auch in einer Woche beim Weltcup in Chaux Neuve (FRA) will er dabei sein. "Und die WM ist aus heutiger Sicht nicht in Gefahr." Jedenfalls blieb Stecher weiterhin im Mannschaftshotel, "weil liegen kann ich hier genauso, wie zu Hause im Pitztal".

Bisher eindrucksvolle Saison abgeliefert
Der 33-Jährige, der vor einer Woche in Schonach zum ersten Mal nach 14 Jahren wieder das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden übernommen hat, blickt bisher auf eine eindrucksvolle Saison zurück. Bei sieben Starts lief Stecher fünfmal auf das Podest und feierte dabei zwei Siege. Sich selbst bezeichnete der Steirer im Vorfeld des Heim-Weltcups in Tirol, wo er im Vorjahr einen Sieg gelandet hatte, als den entspanntesten und cleversten Stecher seiner Karriere.

Stecher ist Rückschläge gewohnt
Stecher war in seiner langen Laufbahn bereits von mehreren schweren Knieverletzungen, darunter einem Kreuzbandriss und Knorpelschäden, zurückgeworfen worden. "So schlimm fühlt es sich diesmal zum Glück nicht an", hatte der Weltcup-Leader noch vor den Untersuchungen in Innsbruck gesagt. Für Stecher rückte am Freitag im Mannschaftsbewerb, dem einzigen vor der WM, David Kreiner ins österreichische Team.

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