30.04.2021 13:52 |

Jobs weiterhin sicher

Strabag trotz Corona-Krise 2020 mit höherem Gewinn

Österreichs größter Baukonzern Strabag ist gut durch das erste Corona-Krisenjahr gekommen. Die Produktionsleistung verringerte sich 2020 um nur sieben Prozent auf 15,45 Milliarden Euro, unter dem Strich blieben dennoch höhere Gewinne als 2019. Weltweit wurde der Personalstand um drei Prozent auf 74.340 Mitarbeiter gekürzt. In Österreich fielen aber dank Kurzarbeit keine Stellen weg. Die rund 11.500 Jobs sind hierzulande laut CEO Thomas Birtel auch weiterhin sicher.

„Das Instrument der Kurzarbeit war ab März (2020) in Kraft getreten und wir konnten es ab 15. März nutzen, um Kündigungen zu vermeiden“, so der Konzernchef am Freitag in der Online-Bilanzpressekonferenz. „Wir gehen davon aus, dass von den 11.500 Mitarbeitern kurzzeitig 4000 von Kurzarbeit betroffen gewesen sind“, so Birtel. Eine „rückläufige Tendenz“ bei der Zahl der Mitarbeiter im heurigen Jahr sei „gerade in Österreich nicht zu erwarten, da wir ja von einer Erhöhung der Produktionsleistung ausgehen“. 

Insgesamt laufen die Geschäfte gut: Das Konzernergebnis der Strabag verbesserte sich 2020 um sechs Prozent auf 395,2 Millionen Euro. Nach Steuern blieb ein Überschuss von 399,1 Millionen Euro (plus fünf Prozent). Der Gewinn je Aktie stieg von 3,62 auf 3,85 Euro.

Leistungssteigerung wird erwartet
Infolge der „Diversifizierung und Regionalität“ des Konzerns habe sich „die Robustheit unseres Geschäftsmodells bestätigt“, resümierte der CEO. „Für 2021 erwarten wir daher eine leichte Leistungssteigerung.“ „Wir gehen aber noch nicht davon aus, dass wir das Vorkrisenniveau 2021 wieder erreichen werden.“

Behördliches Ungemach droht
Parallel zur Pandemie droht dem Bauriesen nun Ungemach von behördlicher Seite: Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat ein Kartell mit mehr als 40 involvierten Baukonzernen ausgehoben, in das neben der Porr unter anderem auch die Strabag verwickelt ist. Der Porr wurde der Bußgeldbescheid für illegale Absprachen innerhalb der Baubranche kürzlich bereits zugestellt - die Strabag will sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht dazu äußern.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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