Auftragswert 500 Mio.

Porr und Strabag starten U-Bahn-Ausbau in Wien

Wien
18.12.2020 09:35

Eine Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen Strabag und Porr hat von den Wiener Linien den Zuschlag für die erste Baustufe des U-Bahn-Ausbaus erhalten. Im Rahmen des Streckentauschs der U2 werden sieben Kilometer Tunnel vorgetrieben und vier Stationen neu gebaut. Der Auftragswert beträgt fast eine halbe Milliarde Euro und wird von Strabag und Porr je zur Hälfte geteilt. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2021 beginnen und bis Mitte 2028 dauern, teilte die Strabag mit.

„Die Bauarbeiten auf innerstädtischem Gebiet sind bedingt durch die beengten Platzverhältnisse hier die Herausforderung“, erklärte Strabag-Chef Thomas Birtel. „Die Bohrungen neben den Fassaden der umliegenden Häuser erfordern entsprechendes Know-how und der An- sowie Abtransport durch die engen Gassen rund um die Neubaugasse ist logistisch äußerst komplex.“

„Entscheidender Lückenschluss“
„Dieses zentrale Infrastrukturprojekt ist der entscheidende Lückenschluss im innerstädtischen U-Bahn-Netz für Wien“, sagte Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. Durch den Ausbau gibt die Linie U2 den Abschnitt zwischen Karlsplatz und Rathaus an die U5 ab und wird dafür künftig über einen neuen Süd-Ast geführt. Der Auftrag ist Teil der ersten Baustufe des U2/U5-Linienausbaus. Er umfasst den Bauabschnitt U2/17-21 (U2/17 TVM-Vortriebe, U2/18 Station Matzleinsdorfer Platz, U2/19 Station Reinprechtsdorfer Straße, U2/20 Station Pilgramgasse sowie U2/21 Station Neubaugasse).

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Dieses zentrale Infrastrukturprojekt ist der entscheidende Lückenschluss im innerstädtischen U-Bahn-Netz für Wien.

Karl-Heinz Strass, CEO Porr

Für den Bau der beiden Streckenröhren im innerstädtischen Gebiet ist das Tunnelbau-Team rund um die Uhr im Schichtbetrieb im Einsatz. Die Stationen werden in Deckelbauweise errichtet, die Stationsschächte sind bis zu 40 Meter breit und 50 Meter lang. Das bedeutet, dass die Baugruben der bis zu 40 Meter tief liegenden Stationen erst mit Bohrpfählen und innenliegenden Stahlaussteifungen gesichert werden und dann Stockwerk für Stockwerk nach unten gearbeitet wird.

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