20.04.2021 13:55 |

Leichte Besserung

Corona-Lage in Wien: Experten „vorsichtig positiv“

„Vorsichtig positiv“ bewerten Experten des Wiener Krisenstabs die aktuelle Corona-Lage in der Bundeshauptstadt. Der harte Lockdown, der vor fast drei Wochen über Wien verhängt wurde, drückte die Zahl der täglichen Neuinfektionen nach unten. Und auch der Blick auf den Rest Österreichs könnte hoffen lassen. Sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz als auch die Zahl der aktiven Fälle gehen zurück. Aber: Die Situation in den Spitälern gilt weiterhin als angespannt.

Seit Anfang April befindet sich Wien aufgrund der übermäßigen Belastung der Spitäler im Corona-bedingten Lockdown. Fast drei Wochen später zog der medizinische Krisenstab ein Zwischenfazit: „Die tägliche Zahlenentwicklung der Neuinfektionen sehen wir vorsichtig positiv.“ Für den Montag wurden 482 positive Test-Befunde eingemeldet, hieß es seitens des medizinischen Krisenstabes am Dienstag. Inklusive Nachmeldungen und abzüglich von Datenbereinigungen aus den vergangenen Tagen gibt es somit 354 neue Fälle.

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Man muss immer die Entwicklung in den Spitälern im Blick haben, und da sehen wir leider noch nicht den positiven Effekt, den wir uns wünschen.

Eine Sprecherin des Wiener Krisenstabes

Entwarnung in Wiens Spitälern kann jedoch weiterhin noch nicht gegeben werden: „Man muss immer die Entwicklung in den Spitälern im Blick haben, und da sehen wir leider noch nicht den positiven Effekt, den wir uns wünschen“, sagte eine Sprecherin am Dienstag der APA.

Laut Daten des Gesundheits- und Innenministeriums befanden sich am Dienstag insgesamt 702 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Corona-Infektion in einem Wiener Krankenhaus. Das sind um zehn Personen mehr als noch am Montag, aber um 78 weniger als noch vor einer Woche (minus zehn Prozent).

„Stabilisierung auf hohem Niveau“
Intensivmedizinische Betreuung benötigten davon mit dem heutigen Tag 211 Menschen, um vier weniger als am Vortag. Im Wochenvergleich ist ein Rückgang (minus 18 Prozent) ersichtlich: Vor einer Woche noch mussten noch um 18 Covid-Patientinnen und -Patienten auf einer Intensivstation versorgt werden.
Der Wiener Gesundheitsverbund sieht damit eine „Stabilisierung“ der Patientenzahlen, wenngleich auf „hohem Niveau“, hieß es auf Nachfrage.

Ähnliches Bild in Gesamtösterreich
Blickt man nun auf Gesamtösterreich, zeichnet sich ein ähnliches Bild: Derzeit sind laut Gesundheits- und Innenministerium 2112 Infizierte in Spitalsbehandlung, das sind um zwölf mehr als noch tags zuvor. Davon mussten am Dienstag 565 Menschen intensivmedizinisch behandelt werden. Am Montag waren es noch fünf mehr, innerhalb einer Woche ging diese Zahl um 34 Patienten zurück. Allerdings waren von Montag auf Dienstag 37 Todesfälle zu beklagen.

Demgegenüber steht eine recht positive Entwicklung der Neuinfektionen: So wurden zuletzt 2026 neue Corona-Fälle gemeldet. Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage von 2329 und könnte bereits eine Auswirkung des Ost-Lockdowns sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel von 186,4 auf 183,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der aktiven Fälle ging zurück - und das, obwohl im Gegensatz zu Wien und Niederösterreich im Rest des Landes unter anderem Geschäfte geöffnet haben und körpernahe Dienstleistungen erlaubt sind.

„Erste wirtschaftliche Erholungsanzeichen“
Positive Töne waren in diesem Zusammenhang am Dienstag übrigens auch vonseiten des Finanzministers Gernot Blümel (ÖVP) zu vernehmen. So sprach dieser von „ersten wirtschaftlichen Erholungsanzeichen“.

Die Kombination aus positiv entwickelnden Infektionszahlen und dem Impf-Fortschritt lässt nun immer mehr auf weitere - wenn auch kleine - Schritte Richtung Normalität hoffen.

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