12.04.2021 14:12 |

Astrologie half mit

Mini-Königreich Bhutan in 16 Tagen durchgeimpft

Das Mini-Königreich Bhutan hat beim Kampf gegen das Coronavirus ordentlich aufgezeigt: In nur 16 Tagen wurde die Bevölkerung fast vollständig durchgeimpft. 93 Prozent der Erwachsenen haben bereits eine Corona-Spritze bekommen. Obwohl die erste Vakzin-Lieferung das Land schon im Jänner erreichte, wurde erst Ende März mit Impfungen begonnen - man wollte auf einen günstigen astrologischen Zeitpunkt warten. 

Möglich wurde die Turbo-Impfkampagne durch eine großzügige Spende aus Indien: Das Nachbarland des Königreichs spendete den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca. Indien kommt bei seiner eigenen Impfkampagne dagegen nur schleppend voran.

Gemessen an der Gesamtpopulation erhielten 62 Prozent der Menschen aus Bhutan eine Impfung. Damit liegt der kleine Staat knapp hinter den Seychellen.

Erst bei guter Sternenkonstellation wurde begonnen
Die ersten 150.000 Dosen waren bereits im Jänner in Bhutan angekommen, aber erst Ende März wurde tatsächlich zugestochen - laut buddhistischen Astrologie war da der Zeitpunkt für den Piks besonders günstig. Die erste verabreichte Impfung wurde religiös mit buddhistischen Gebetsgesängen gefeiert, berichtete „Bloomberg“.

Bürger halfen freiwillig mit
Die geringe Bevölkerungszahlt half wesentlich bei der beispiellosen Impfkampagne mit. Der Erfolg wird auch den engagierten freiwilligen Bürgern, den sogenannten Desuups, und den bereits etablierten Kühlkettenlagern zugeschrieben, die bei früheren Impfaktionen verwendet wurden.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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