Greiner-Chef verrät

„Corona lehrte uns, das Undenkbare zu denken“

Er würde gerne Ex-US-Präsident Barack Obama zum Abendessen treffen und wollte als Jugendlicher Arzt werden - im neuen Talk-Format der Greiner AG ließ mit Axel Kühner der Vorstandschef des Kunststoffverarbeiters tief blicken. Im Mittelpunkt: Das Image des Kunststoffs - und warum es nicht ohne ihn geht...

„Es geht nicht darum, Kunststoffe zu vermeiden, es geht darum, Plastik-Müll zu vermeiden“, sagte Greiner-Chef Axel Kühner im Hard-Talks-Gespräch mit dem Nachhaltigkeitsverantwortlichen Stefan Grafenhorst. Dabei sprach der Vorstandsvorsitzende des Kunststoffverarbeiters und Schaumstoffherstellers aus Kremsmünster auch über...

  • die gigantischen Müllinseln im Meer: „Wenn ein Joghurtbecher im Pazifischen Ozean schwimmt, könnte er von Greiner sein. Natürlich haben wir ihn als Unternehmen nicht hineingeworfen, aber das zählt nicht. Deshalb müssen wir uns schämen.“
  • die Kritik am Kunststoff: „Wir müssen akzeptieren, dass es einen negativen Einfluss gibt und müssen ihn reduzieren. Wir müssen sicherstellen, dass sich Positives und Negatives die Balance halten.“
  • das EU-Verbot für Einweg-Plastikprodukte: „Wir können Kunststoffe nicht aus dem Leben, wie wir es leben, verbannen. In einigen Bereichen macht das zwar Sinn. Aber allgemein ist es unmöglich, Plastik von unserer Welt zu verbannen. Und es bringt auch nichts.“
  • Ansätze für die Zukunft: „Wir sagen nicht: Lasst uns so viel Plastik in unsere Welt geben, wie nur möglich. Unser Zugang ist, was ist der smarteste Weg, eine Verpackung zu haben? Was ist der smarteste Weg, um eine Matratze zu produzieren? Wir sind schon auf dieser Reise. Wenn jemand eine Lösung hat, dann soll es unsere sein.“
  • Lektionen aus der Corona-Krise: „Dinge, von denen wir glaubten, dass sie unmöglich sind, sind möglich, das gilt auch für Homeoffice. Wir müssen resilient sein und das Undenkbare denken.“
Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Mittwoch, 22. September 2021
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