03.04.2021 19:10 |

Zelt fing Feuer

Italien: Molotowcocktail auf Impfstation geworfen

Eine Impfstation in der lombardischen Stadt Brescia ist in der Nacht auf Samstag mit zwei Molotowcocktails beworfen worden. Niemand wurde verletzt, die Schäden müssen noch beziffert werden, berichtete die Polizei. Mithilfe von Überwachungsvideos versuche man derzeit, den Täter zu identifizieren.

Das Außenzelt der Impfstation in Brescia wurde bei dem Angriff leicht beschädigt. Der Generaldirektor der Gesundheitsbehörde in der lombardischen Stadt, Massimo Lombardo, betonte aber, dass der Angriff die Aktivitäten des Zentrums nur geringfügig verzögert hätte, bevor wieder normal geimpft werden konnte. Der Bürgermeister von Brescia unterstrich, wie „verwerflich“ derartige Handlungen seien. 

Nicht der erste Angriff
Vor drei Wochen hatten Unbekannte das Tor von Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS) in Rom in Brand gesetzt. Der Anschlag verursachte Sachschäden. Die Justizbehörden leiteten eine Untersuchung ein, wie das ISS berichtete. Die Sicherheitsvorkehrungen um das Institut wurden verschärft.

In Italien ist die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus am Samstag im Vergleich zum Vortag wieder gesunken. 376 Corona-Tote wurden registriert, am Vortag waren es 481. Die Zahl der Neuinfektionen blieb mit 21.261 Neuinfektionen stabil, am Vortag waren es 21.932, teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. 110.704 Menschen kamen bisher mit einer Corona-Infektion ums Leben, 3,53 Millionen Infektionen wurden insgesamt registriert.

Lockerungen erst nach Ostern
Nach den Osterfeiertagen, an denen ganz Italien als Rote Zone mit Teil-Lockdowns gilt, sollen die Maßnahmen in einigen Regionen gelockert werden. Ab Dienstag werden das Trentino, Venetien und die Marken als orange Regionen eingestuft, beschloss das Gesundheitsministerium. Der Reproduktionsfaktor sank am Samstag unter die Einser-Schwelle auf 0,98.

Michaela Braune
Michaela Braune
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