Zweitwichtigste Saison

Die Osterzeit kurbelt den heimischen Handel an

Strahlende Kinderaugen, nachdem das Osternest entdeckt wurde, oder erbitterte Kämpfe beim Eierpecken - Ostern ist für viele mehr als das Fest der Auferstehung Jesu Christi, da geht es um gemeinsame Zeit mit der Familie. Und auch für den stationären Handel hat sich Ostern in den vergangenen Jahren zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelt.

„Die Karwoche ist für uns sehr, sehr wichtig. Ostern ist neben Weihnachten mittlerweile zur zweitwichtigsten Zeit für den Handel geworden“, weiß Ernst Wiesinger, Spartenobmann Handel bei der WK OÖ. Neben Süßigkeiten fürs Nest sind als Geschenke vor allem Spielwaren, Kinderfahrräder oder Schultaschen gefragt.

Fast ausgebucht, aber der Nachschub kommt
„Die Schultasche bringt zu 85 Prozent der Osterhase. Unser Angebot wird sehr gut angenommen. Wir haben 400 Exemplare lagernd, trotzdem sind gewisse Modelle schon ausverkauft“, erzählt Barbara Koits-Wiesmayr vom gleichnamigen Büroland in Linz. Doch was sind die beliebtesten Modelle? „Bei den Mädchen sind es Einhorn und Glitzer. Die Burschen stehen auf Weltraum und Dinosaurier“ so Koits-Wiesmayr, die in ihrem Geschäft coronabedingt extra Kabinen aufgestellt hat, in denen man mit einem Termin eine ausführliche Beratung erhält.

Da der Warentransport per Schiff aktuell wegen der Pandemie drei- bis viermal teurer ist als sonst, sind manche Produkte Mangelware und rasch vergriffen, andere werden eingeflogen: „Der Radboom ist ein Wahnsinn, wir wissen aktuell nicht, von wo wir die Räder hernehmen sollen. Gerade Kinderräder fehlen“, schildert Christian Lehner von Sport Lehner in Pregarten.

Platz im Container ist teuer
Denn Platz im Schiffscontainer ist teuer und wird eher für hochpreisige Produkte genutzt – da kann es schon sein, dass der Osterhase heuer erst einmal mit einem Gutschein vertrösten muss. Doch Lehner versichert: „Es kommt noch jede Menge Ware. Jeder wird heuer sein Fahrrad bekommen, auch wenn momentan schon viel reserviert ist und leider Wartezeiten von zwei bis drei Monaten einzuplanen sind. Aber unsere Kunden akzeptieren das.“

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Samstag, 18. September 2021
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