27.03.2021 20:52 |

Lockerungen bleiben

Berlin führt ab Mittwoch Testpflicht im Handel ein

Der Senat in der deutschen Hauptstadt Berlin nimmt die jüngsten Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen nicht zurück, will sie aber durch eine deutliche Ausweitung von Corona-Tests absichern. So ist ab Mittwoch für jeden Berliner ein negativer Corona-Test Voraussetzung, um in Geschäften Einkaufen gehen zu können.

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Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Senatssitzung am Samstag mit. Die Testpflicht gilt auch für Friseurbesuche und Museen, nicht jedoch für sogenannte systemrelevante Handelsstrukturen wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien, die auch im Lockdown immer offen waren. Weitere Öffnungsschritte werden aber nicht umgesetzt. Auch im Bereich der Kultur bleibt alles geschlossen.

7-Tages-Inzidenz in Berlin bei 138,6
Damit weicht Berlin von der Einigung zwischen Bund und Ländern von Anfang März auf eine sogenannte „Notbremse“ ab. Danach müssten Lockerungen der vergangenen Wochen zurückgenommen werden, wenn die Inzidenz stabil bei über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt. In Berlin liegt der Wert seit mehreren Tagen über dieser Schwelle. Nach dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung vom Samstag betrug er 138,6.

Künftig dürfen nur noch 50% der Büroarbeitsplätze genutzt werden
Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es weiterhin dabei, dass sich nur zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen. Wie die „Berliner Zeitung“ am Samstag schrieb, werden Betriebe zudem verpflichtet, ihren Mitarbeitern künftig zweimal pro Woche einen Schnelltest anzubieten. Die Arbeitgeber müssen außerdem mehr Möglichkeiten zum Homeoffice schaffen. So sollen künftig nur noch 50 Prozent der Büroarbeitsplätze in den Unternehmen genutzt werden dürfen. „Wir können nicht immer nur im privaten Bereich einschränken, sondern müssen das ganze Spektrum nutzen“, so Müller. 

Ähnliche Pflichten auch in Ostösterreich nach Ostern 
In den Ost-Bundesländern Österreichs (Wien, Burgenland und Niederösterreich) ist der Handel mit Ausnahme von Gütern des täglichen Bedarfs von Gründonnerstag (1. April) bis zum Dienstag nach Ostern (6. April) geschlossen. Ab 7. April werden dann Eintrittstests für Kunden verpflichtend - allerdings nur bis 10. April, wie es in der Nacht auf Donnerstag aus dem Büro von Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hieß. Im Vorfeld des Ostgipfels hatte sich der Handel klar gegen diese Tests ausgesprochen - man sah darin eine „ultimative Bestrafung“

Deutschland lieferte 80 Beatmungsgeräte nach Brasilien
Unterdessen hat Deutschland Brasilien 80 Beatmungsgeräte für die Behandlung von Covid-19-Patienten geschickt. Die mit einem Flugzeug der Bundeswehr transportierten Hilfsgüter seien in der Stadt Manaus entladen worden, teilten die Luftwaffe und das Auswärtige Amt am Samstagabend auf Twitter mit. Manaus ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, der innerhalb des südamerikanischen Landes besonders viele Covid-19-Fälle hat.

In Brasilien hatten die Gesundheitsbehörden erst am Donnerstag das Überschreiten der Schwelle von 100.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und damit einen neuen Rekord vermelden müssen. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in dem südamerikanischen Land auf 12,3 Millionen; mehr als 300.000 Menschen starben seit Beginn der Pandemie an Covid-19. Nur in den USA wurden noch mehr Infektionen und Todesfälle registriert.

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