22.03.2021 12:51 |

Branche läuft Sturm

Eintrittstests im Handel „ultimative Bestrafung“

Bei den Beratungen der Bundesregierung mit Corona-Experten, Opposition und Ländern stehen bekanntlich verstärkte regionale Maßnahmen im Raum. Als solche gelten nicht nur allenfalls verlängerte Osterferien in besonders betroffenen Bundesländern, sondern auch eine Testpflicht für den Handel, wie man sie schon von den persönlichen Dienstleistern kennt. Ausgenommen sollen Geschäfte für den täglichen Bedarf sein. Die Branche läuft Sturm: Zutrittstests im Non-Food-Handel wären „wie ein Skianzug im Freibad“ und „die ultimative Bestrafung“, so der Handelsverband.

Die meisten Infektionen fänden im Haushalt und in der Freizeit statt, so der Handelsverband am Montag unter Berufung auf Clusteranalysen der AGES. Mehrere Studien würden zeigen, dass Einzelhandelsgeschäfte nicht zu den Orten zählen, die mit einem erhöhten Infektionsrisiko verbunden sind.

„Wie Skianzug im Freibad: Schützt zwar, macht aber niemand“
Durch eine Testpflicht würde der Non-Food-Handel zwei Drittel der Umsätze verlieren, sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Vielerorts würde sich ein Offenhalten damit wirtschaftlich nicht mehr rentieren. „Eintrittstests im Handel wären so, als würde man mit dem Skianzug ins Freibad gehen. Das schützt zwar vor der Kälte, macht aber fast niemand“, so Will.

Seit Beginn der Corona-Krise mussten rund 22.500 österreichische Geschäfte insgesamt bis zu 90 Einkaufstage geschlossen halten. Während der drei Lockdowns betrugen die Umsatzverluste laut Handelsverband fast eine Milliarde Euro pro Woche.

Entscheidungen nach Beratungs-Marathon
Wie es in den kommenden Wochen weitergeht, sollte am Montagabend klar sein. Bis dahin laufen letzte Beratungen der Regierung mit Experten, Opposition und Ländern.

Andreas Barth
Andreas Barth
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