26.03.2021 08:33 |

Vor Blockade

Frachter „Ever Given“ „zeichnete“ Penis ins Meer

Das Containerschiff „Ever Given“ steckt nach wie vor im Suezkanal fest. Der 400 Meter lange und knapp 59 Meter breite Frachter war am Dienstag auf Grund gelaufen, weil der Kapitän schlechte Sicht wegen eines Sandsturms hatte. Seitdem blockiert es eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Wie Schifffahrtsaufzeichnungen nun zeigen, war das Gefährt schon vorher auf eher ungewöhnlichem Kurs unterwegs - kurz vor der Einfahrt in den Kanal „zeichnete“ es etwa einen Penis ins Wasser.

Verfolgt man die Daten des Trackingportals „vesselfinder.com“ wirkt die Route des Schiffes zunächst noch wie sinnfreies Gekritzel - doch dann fügt sich dies auch ohne viel Fantasie zu einem Bild zusammen, das nur unschwer an einen Penis und zwei Hoden erinnert. 

Echtheit der Route bestätigt
Nun stellt sich die Frage, ob der Kurs gewollt oder zufällig zustande kam. Unbestritten ist aber, dass das Schiff die Route definitiv so gefahren ist. „Es gibt keinen Raum für Verschwörungen oder falsche Daten“, beteuerte ein Sprecher von „vesselfinder.com“ die Echtheit der Trackingdaten gegenüber „Vice World News“.

„Nicht ungewöhnlich”
Der Kapitän dürfte sich dabei aber keinen banalen Scherz erlaubt sein, es sei vielmehr „purer Zufall”, dass die Route so zustande gekommen ist, erklärte ein Sprecher des Schiffsunternehmens dem „Spiegel”. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Schiffe, die auf die Einfahrt warten, vorher herummäandern”, hieß es weiter.

Schiff sorgte auch in Hamburg für Ärger
Es ist nicht der erste Vorfall des nun weltbekannten Containerschiffs. So hat auch der Hamburger Hafen keine guten Erinnerungen an den Frachter, der unter der Flagge Panamas fährt: Im Februar 2019 kam der 400-Meter-Riese dort vom Kurs ab und kollidierte an einem Anleger in Blankenese mit einer Fähre, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Demnach entstand damals ein Sachschaden von einer Million Euro, einige Besatzungsmitglieder der Fähre erlitten einen Schock.

Durchfahrt soll bald wieder möglich sein
Indessen wagte die ägyptische Regierung eine Einschätzung, wie lange die Bergung des havarierten Frachters noch andauern dürfte - entgegen anderer Einschätzungen soll die Blockade noch längstens drei Tage andauern.

Die Schifffahrt auf dem Kanal zwischen Rotem Meer und Mittelmeer werde „binnen 48 bis höchstens 72 Stunden wieder aufgenommen“ werden, sagte der Berater von Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi für Seehäfen, Mohab Mamisch, am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur AFP.

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