18.03.2021 17:16 |

Neue Serie auf Disney+

Wer tritt in die Fußstapfen von Captain America?

Keine Atempause für Marvel-Fans: Während es an der Kino-Front aufgrund der Corona-Pandemie seit „Spider-Man: Far from Home“ im Jahr 2019 kein neues Abenteuer der Superheldentruppe rund um Captain America, Iron Man, Thor und Hulk zu sehen gab, geht die Serienoffensive bei Disney+ nach „WandaVision“ mit „The Falcon and the Winter Soldier“ spektakulär in die nächste Runde. Ab Freitag (19. März) dreht sich sechs Folgen lang alles um die entscheidende Frage: Wer ist würdig, den Sternenbanner-Schild von Steve Rogers in die Hand zu nehmen und der nächsten Cap zu werden?

Wie „WandaVision“ spielt „The Falcon and the Winter Soldier“ nach den Ereignissen von „Avengers: Endgame“. Zur Erinnerung: Nachdem die Avengers Thanos‘ Schnipser rückgängig gemacht - und damit Milliarden Lebewesen im Universum wieder ins Leben zurückbrachten - verabschiedete sich ein gealterter Steve Rogers (Chris Evans)in die Pension. Der amerikanische Superheld hing die Uniform an den Nagel und überreichte sein berühmtes Sternenbanner-Schild seinem Freund Sam Wilson (Anthony Mackie) alias Falcon.

Der Held mit metallenen Flügeln soll, geht es nach Steve Rogers, der neue Captain America werden, um künftig für Wahrheit, Gerechtigkeit und den amerikanischen Weg zu kämpfen. Doch Sam zweifelt daran, dass sein Land für einen schwarzen Captain America bereit ist. Die neue Serie knüpft genau hier an, wenn Sam zu Beginn der ersten Folge den Schild dem Captain-America-Museum spendet.

Während Sam mit der möglichen Zukunft als Captain America hadert, versucht „Bucky“ Buchanan Barnes (Sebastian Stan), besser bekannt als Winter Soldier, seine Vergangenheit als ruchloser Killer aufzuarbeiten. Zur Erinnerung: Bucky war von HYDRA gefangen genommen und mit einer abgewandelten Version des Super-Soldier-Serums injiziert worden. Result: Bucky wurde quasi unsterblich und musste dank Gehirnwäsche jahrzehntelang als Attentäter mit Metallarm Auftragsmorde begehen.

Buckys sowjetischer Metallarm war dann in Wakanda gegen einen neuen Arm aus Vibranium ersetzt worden - jenes Metall, aus dem auch der Schild von Captain America gemacht ist. Zu Beginn der neuen Serie sitzt der Ex-Killer, dem man seine 100 Jahre nicht ansieht, dann bei seiner Therapeutin und weiß nicht so recht, was er mit seinem Leben anfangen soll.

Wer sind Sam und Bucky in einer Welt ohne Captain America?
Sowohl Sam als auch Bucky versuchen also herauszufinden, wer sie jetzt in dieser Welt ohne Captain America sind. Es wäre aber keine Marvel-Serie, wenn nicht auch neue und alte Bedrohungen auftauchen würden: eine maskierte Bürgerwehrgruppe und Baron Helmut Zemo (Daniel Brühl), der schon in „Captain America: Civil War“ einen persönlichen Groll gegen die Avengers hegte, weil er sie für den Tod seiner Familie in Sokovia nach den Ereignissen von „Avengers: Age of Ultron“ verantwortlich macht.

Damit nicht genug, betritt mit John Walker (Wyatt Russell) ein Konkurrent für den Job als Captain America die Bühne. Alles zusammen ergibt einen spannenden Serienstart, der einen MCU-Film in Serienlänge verspricht. Die spektakulären Szenen der ersten Folge lassen jedenfalls darauf schließen, dass Marvel hier wahrlich ein Serien-Highlight im Blockbuster-Format gelungen ist.

Bekommen Superhelden eigentlich ein Gehalt?
Während „WandaVision“ eine Erforschung von Trauer durch die Linse amerikanischer Sitcoms war, erforscht die neue Serie die amerikanische, und vor allem schwarze Identität, durch die Linse von Buddy-Action-Komödien wie „Lethal Weapon“ und „Nur 48 Stunden“, schreibt die APA. Und die Serie stellt auch interessante Fragen wie: Bekommen Superhelden eigentlich ein Gehalt?

Malcolm Spellman („Empire“), ein afroamerikanischer Schöpfer mit einem Interesse an schwarzer Kunst, sah in der Serie die Chance, offen über Rassenprobleme in Amerika zu reden. Spellman, der die Serie für das Fernsehen kreierte und auch der Hauptautor ist, sagte in einem Interview mit der „New York Times“, dass er die Serie speziell nach dem Buddy-Comedy-Genre modellieren wollte, also Filmen, die sich mit Fragen der Hautfarbe befassten, wie „Flucht in Ketten“ oder „Lethal Weapon“.

Fazit nach der ersten Folge: Die Serie fühlt sich tatsächlich viel mehr wie ein MCU-Film in Serienlänge an als zuletzt „WandaVision“, was viele Fans freuen wird, die seit 2019 auf Marvel-Nachschub warten mussten. Die erste Szene allein ist pures Action-Kino wie wir sie aus den Kinofilmen kennen.

„The Falcon and the Winter Soldier“: Ab 19. März auf Disney+

Harald Dragan
Harald Dragan
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